Das Festival findet seit 20 Jahren beim so genannten Elefantenhügel oberhalb Eichstätts auf dem Gebiet der Gemeinde Dollnstein statt: „Wir beschäftigen uns jedes Jahr auf der Tagesordnung damit, deshalb ist es schön, dass wir jetzt auch einmal hinter die Kulissen blicken“, sagte Gemeinderätin Sonja Hornung. Die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern vom Joke e. V. sei immer hervorragend, meinte sie. Heuer hat es zum Beispiel erstmals auch einen „Passierschein“ für Fußgänger von Obereichstätt kommend gegeben. Die dürfen damit das Festivalgelände auch über den so genannten Stadtweg betreten und müssen nicht mehr den Riesen-Umweg um den Blumenberg herum machen: „Damit können die jungen Leute zu Fuß zum Festival.“

Auch so manche Eichstätter Stadträte, etwa Gerhard Nieberle, waren schon öfters beim Festival, auch, um ihre Kindern zu bringen oder abzuholen, aber noch nie „Backstage“.

zur Diashow Heaven Shall Burn
zur Diashow Open Air am Berg 2012 (Freitag)
zur Diashow Open Air am Berg 2012 (Samstag)

Und genau das, einen Einblick hinter die Bühne, ermöglichte der Vorsitzende des Joke e. V., Christian Schmidt, den Kommunalpolitikern mit einer zweistündigen Führung. Aus beiden Gremien war je ein halbes Dutzend der Einladung gefolgt.

Schmidt nutzte die Gelegenheit, um die umfangreiche Logistik – vom stattlichen Sicherheitskonzept bis hin zur Parkplatzüberwachung – zu erläutern. Eichstätts Oberbürgermeister Andreas Steppberger zeigte sich stark beeindruckt von der Professionalität: „Ich bin begeistert, wie das hier abläuft.“

Christian Schmidt betonte auch die Bedeutung des Festivals als Wirtschafts- und Tourismusfaktor für die Stadt: „Wir haben für diese Tage auch gut 100 Fremdenzimmer gebucht.“ Und er vermittelte auch die Vorzüge des Pendelbusses, der bestens angenommen wurde und dessen Kosten der Verein selbst übernehme, weil ein Antrag von der Stadt abgelehnt worden sei. „Wir bieten diesen Service für unsere Besucher, bringen damit aber auch viel Kaufkraft in die Stadt“, meinte Schmidt und verwies auf die Tausende von Besuchern, die sich tagsüber in der Stadt versorgten und nicht nur die Getränkeregale der Supermärkte leerkauften.

Der Hintergedanke war klar: Der Joke e. V. wird einen weiteren Vorstoß unternehmen, um für den Pendelbus einen Zuschuss zu bekommen. Der Bus entlastet auch die Parksituation enorm: Insgesamt nimmt das Festivalgelände eine Fläche von zehn Hektar ein. „Ich habe den Ruf vernommen“, sagte Steppberger, und auch das übrige halbe Dutzend von Stadtratsmitgliedern wirkte bei diesem Thema sehr wohlgesonnen.

Für den Joke e. V. waren während der beiden Festivaltage Freitag und Samstag 270 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Dazu kamen noch 41 Profis von einem externen Sicherheitsdienst und ehrenamtliche Helfer des Malteser Hilfsdiensts, der Krisenintervention sowie Beamte der Polizeiinspektion.

Aus Sicht der Polizei betonte Walter Huber: „Der Kontakt mit den Veranstaltern ist seit Jahren vorbildlich“, sagte der Polizist, der heuer zum 18. Mal am Berg im Einsatz war. Freilich gebe es immer einige Delikte. Aber den einen Drogenfall dieses Jahr „hätten wir bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle ohne Open Air wohl auch gehabt“. Während des gesamten Besuches fiel tatsächlich kein einziges kritisches Wort.