Widuckel habe einen „erstklassigen Eindruck“ beim Vorstand der Eichstätter SPD hinterlassen, erklärte UB-Vorsitzender Sven John auf Anfrage des EICHSTÄTTER KURIER nach der Sitzung. Dementsprechend „eindeutig“ für das frühere Vorstandsmitglied der Audi AG für Personal- und Finanzwesen sei auch das Ergebnis der geheimen Abstimmung unter dem Vorstandsgremium gewesen. Der Vorstand werde Widuckel den Delegierten bei der aller Voraussicht nach im November stattfindenden Versammlung als Kandidaten für die Landtagswahl 2013 in Bayern vorschlagen, so John.

Sollten die Delegierten die Kandidatur unterstützen, hätte der Stimmkreis Eichstätt nun wieder einen Erststimmenbewerber aus den Reihen der SPD für den Landtag. Diese Rolle hatte Manfred Schumann lange Jahre inne.

Dabei hatten sich die Eichstätter und die Ingolstädter Genossen in der Vergangenheit immer mit einem sogenannten Zweitstimmenabkommen beholfen. Demzufolge wurde der Ingolstädter Direktkandidat im benachbarten Stimmkreis Eichstätt als Zweitstimmenbewerber auf der Oberbayernliste unterstützt und umgekehrt. Dieses Verfahren soll auch jetzt wieder angewandt werden, wie Sven John bestätigte. „Wir haben damit in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht und werden diese Zusammenarbeit auch fortsetzen.“ Entsprechende Gespräche mit Ingolstadt seien bereits geführt, positive Signale erkennbar gewesen, so John weiter.

Werner Widuckel wurde 1958 in Salzgitter geboren. Seine Karriere in der Automobilindustrie begann er im Jahr 1985 als Referent beim Gesamt- und Konzernbetriebsrat der Volkswagen AG in Wolfsburg. Im Dezember 2005 wurde Widuckel Mitglied des Vorstands bei Audi. Widuckel gehört seit 35 Jahren der SPD an und ist Mitglied des Ortsverbands Karlskron, wo er mit seiner Familie auch lebt. Derzeit ist Widuckel Lehrbeauftragter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Schwerpunkt Personalmanagement und Wandel der Arbeit.