Bernhard Stiedl von der IG Metall Ingolstadt verkündete beim Warnstreik vor dem Werkstor  von Ledvance und Osram in Eichstätt die Forderungen für die aktuelle Tarifrunde: sechs Prozent mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten mit einer Möglichkeit auf Reduzierung.
Bernhard Stiedl von der IG Metall Ingolstadt verkündete beim Warnstreik vor dem Werkstor  von Ledvance und Osram in Eichstätt die Forderungen für die aktuelle Tarifrunde: sechs Prozent mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten mit einer Möglichkeit auf Reduzierung.
Poese
Eichstätt
Die IG Metall verleiht derzeit mit Warnstreiks ihren Forderungen in der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Nachdruck: sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten und flexiblere Arbeitszeiten.

 

"Im 21. Jahrhundert sollte kein Arbeitnehmer mehr für seine Rechte betteln müssen", sagte Bernhard Stiedl von der IG Metall Ingolstadt in seiner Rede. Damit bezog er sich vor allem auf die Forderung, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren können sollten, wenn es beispielsweise einen Pflegefall in der Familie gibt. Das Angebot der Arbeitgeber, eine Lohnerhöhung von zwei Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten zu gewähren, wenn Arbeitnehmer dafür weitere Flexibilisierungen akzeptierten, bezeichnete Stiedl als "Nullnummer".

Christian De Lapuente, Organisationssekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Ingolstadt, sagte: "Wir wissen, wenn Tarifrunden anstehen, dann sind Arbeitgeber immer am jammern." Das sei aber in der Metall- und Elektroindustrie nicht gerechtfertigt. Der Betriebsratsvorsitzende Hubert Roßkopf mahnte im Hinblick auf den Standort Eichstätt an: "Osram und Ledvance gibt es nur im Doppelpack."