Eichstätt: Mit Herzenswünschen ins Jubiläumsjahr
Caritas-Direktor Franz Mattes übergibt einen Umschlag mit einem "Herzenswunsch" an die Caritasspendendose. - Foto: Esser/Caritas
Eichstätt

In den Umschlägen befinden sich Kärtchen, auf denen sie ein tiefes persönliches Anliegen notiert hatten. Die Dose war mitten im Raum der Kapelle aufgestellt. Sie wandert durch alle 37 Einrichtungen des Caritasverbandes im Bistum. Am 28. September wird sie bei der Hauptveranstaltung zum Jubiläum vor den Altar im Dom gebracht.

"Wie viel an Liebe und Zuwendung, an Hilfsbereitschaft und Verständnis, an Güte und Zuneigung mag wohl in den vergangenen 100 Jahren durch die helfenden Hände und Herzen der Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter den Menschen geschenkt worden sein", fragte Caritasdirektor Franz Mattes in seiner Predigt. Er brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass "die betroffenen Menschen, die der Hilfe bedurften und denen die Herzlichkeit und Zuwendung geschenkt wurde, dadurch leibhaft die Liebe Gottes erfahren und spürbar erleben durften". Als Beispiele nannte Mattes die Hilfe für alte und kranke Menschen durch Schwestern ebenso wie die Unterstützung von Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen in Caritaseinrichtungen. "Ich kann vom lieben Gott viel erzählen. Wenn ich es die Leute nicht spüren lasse, hilft es einfach nichts", erklärte der Caritasdirektor die Bedeutung des Jubiläumsmottos "Ohne Liebe ist alles nichts". Dieses gebe sinngemäß die Kernbotschaft des Hoheliedes der Liebe des heiligen Paulus im ersten Korintherbrief wieder.

Die Aktion "Mein Herzenswunsch" stellte der Direktor in einen Zusammenhang mit den traditionsreichen Caritas-Sammlungen: "So wie durch viele Jahrzehnte hindurch mit Sammeldosen die Spenden für die Caritasarbeit zum Segen und Heil der Menschen gesammelt wurden, so sammeln wir mit dieser XXL-Sammelbüchse die Herzenswünsche unserer Mitarbeitenden, aber auch die der uns anvertrauten Menschen."

Caritas-Mitarbeiterin Dr. Andrea Schödl, die das Jubiläum mitorganisiert, sagte, dass die Herzenswünsche bewusst geheim, anonym und verschlossen bleiben. "Die innigsten Wünsche, Sehnsüchte oder Nöte sollen nur Gott anvertraut werden", begründete sie. Die große Spendendose wird noch bis zum 14. Januar in der Caritas-Zentrale stehen, anschließend wird sie bis zum 21. Januar in der Erziehungsberatungsstelle Eichstätt und ab 22. Januar im Caritas-Kinderdorf Marienstein aufgestellt, Ende des Monats nimmt sie ihren Weg ins Caritas-Seniorenheim Gaimersheim. Alle Menschen sind eingeladen, ihre Anliegen in der Dose einzubringen. Über diese Aktion sowie weitere Initiativen wird fortlaufend auf der Jubiläumshomepage www.ohne-liebe-ist-alles-nichts.de informiert.