Eichstätt: Einzug in den Palazzo
Deutsch-venezianisches Kultur-Spitzentreffen: die neue Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig, Dr. Marita Liebermann (Mitte im schwarzen Kleid), wurde unter anderem von der deutschen Botschafterin in Italien, Susanne Wasum-Rainer (links von ihr), ins Amt eingeführt. - Foto: Deutsches Studienzentrum in Venedig
Eichstätt

Marita Liebermann, bislang wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft I der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, ist zur neuen Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig ernannt worden. Das Zentrum hat seinen Sitz in ebendiesem Palazzo. Das seit 1972 bestehende Zentrum ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zur Geschichte und Kultur Venedigs fördert.

Es vergibt Stipendien an Nachwuchswissenschaftler, die bezogen auf Venedig forschen, sowie an Künstler. Zudem veranstaltet es internationale Tagungen, Vorträge, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen. Finanziert wird es insbesondere über den Haushalt des Bundesministeriums für Kultur und Medien.

Liebermann will ihre Direktion unter das Forschungsprofil "Brücken" mit einem Fokus auf Migration in ihren vielen verschiedenen Implikationen und Erscheinungsformen stellen. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit über Giacomo Casanova war Marita Liebermann bereits im Jahr 2002 für einen Forschungsaufenthalt als Stipendiatin des nun von ihr geleiteten Deutschen Studienzentrums in Venedig. Sie war Dozentin in Hannover, Konstanz und an der KU, wo sie zuletzt die Position der Akademischen Oberrätin innehatte.

Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen gehört auch die "Einführung in die italienische Literaturwissenschaft", welche sie 2014 zusammen mit Professor Dr. Barbara Kuhn (Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft I an der KU) publiziert hat. Kuhn ist derzeit Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Studienzentrums.