Eichstätt: Gigantisches Bohrgerät
Foto: Jürgen Knopp
Eichstätt

Diesmal wird allerdings gebohrt und nicht gerammt.

Für die Gründung der bisherigen Bauten in der Spitalstadt waren nämlich Rammpfähle in den Boden getrieben worden, was zum einen drei Monate gedauert und zum anderen auch zu Beschwerden von Nachbarn wegen des Lärms und der Erschütterungen geführt hatte. Beim aktuellen Vorhaben soll es nun deutlich schneller gehen, und auch das Verfahren ist ein anderes. "Wir haben einen straffen Zeitplan", erklärt Anna-Maria Meier vom örtlichen Bauunternehmen Martin Meier, das den Hotelneubau bekanntlich stemmt.

Konkret kommt eine sogenannte erschütterungsfreie und zeitsparende Teilverdränger-Schneckenbohrtechnik zum Einsatz. Beauftragt ist die Firma Jacbo Pfahlgründungen GmbH mit Hauptsitz in Niedersachsen. Unübersehbar ist das riesige Bohrgerät, das am Montagnachmittag in Betrieb genommen wurde. Dieses treibt die Schneckenbohrer zwölf Meter in die Tiefe, die Löcher werden dann mit Beton aufgefüllt und mit Bewehrungskörben versehen. Rund 160 solcher Pfähle sind vorgesehen, wie Statiker Albert Schneider erläutert: "Der Aufwand ist wegen des schlechten Baugrunds in der Spitalstadt nötig."

Die Arbeiten sollen drei Wochen dauern. Ohne Lärm werde es freilich auch diesmal nicht vonstattengehen, betont Anna-Maria Meier. Er werde aber geringer ausfallen als bei der zuvor angewandten Rammtechnik.

Anfang Juni hatte die Baufirma Meier ihre Pläne vorgestellt: Demnach soll hier ein Vier-Sterne-Hotel mit 90 Zimmern entstehen. Dessen Eröffnung ist für das Frühjahr 2020 geplant. Darüber hinaus soll es Wohnungen und Gewerbeflächen in dem Komplex geben. Fertigstellung: Herbst 2019.