Unter anderem die Situation an der Grundschule St. Walburg bereitet manchen Stadträten Kopfzerbrechen.
Unter anderem die Situation an der Grundschule St. Walburg bereitet manchen Stadträten Kopfzerbrechen. Durch die anfahrenden Autos herrsche hier "hohes Gefahrenpotenzial".
Knopp
Eichstätt
Scharf kritisiert wurden dabei auch die sogenannten Elterntaxis, also Mütter und Väter, die ihre Sprösslinge bis fast vor die Schultür fahren. Dies berge Gefahrenpotenzial, wie es hieß.

Anfangs wurde im Gremium die Frage aufgeworfen, ob nicht Zebrastreifen an gewissen Stellen - vor allem vor Schulen - sinnvoll seien. Ein ewiges Thema, das in der Vergangenheit schon zigmal diskutiert wurde. Der Leiter des Verkehrsamts, Karl Ziegelmeier, der bei der Sitzung nicht anwesend war, hatte solche Begehrlichkeiten immer mit dem Argument zurückgewiesen, dass Zebrastreifen allenfalls Scheinsicherheit vorgaukelten. Bislang blieb Eichstätt also zebrastreifenfrei.

Ob das für die Zukunft auch so gilt, dürfte zumindest offen sein. "In Neuburg gibt es alle 200 Meter einen Zebrastreifen", warf Hans Tratz (CSU) ein. Dort scheine es wohl zu funktionieren. Stadtbaumeister Manfred Janner sprach von einer "Glaubensfrage". Und mit weißer Farbe allein sei es im Übrigen nicht getan: Ein ordnungsgemäßer Übergang benötige Verkehrszeichen und Beleuchtung - "das ist schon ein gewisser Aufwand".

Sigurd Eisenkeil (CSU) nahm den Faden auf und brachte die Situation an der Grundschule St. Walburg ins Spiel. Dadurch, dass manche Eltern mit dem Auto den Walburgiberg hinauffahren, um ihre Kinder abzuliefern, herrsche hier an dieser Engstelle "hohes Gefahrenpotenzial". Eisenkeil schlug vor, über versenkbare Poller am Fuß der Auffahrt nachzudenken. An der Wirksamkeit solcher "Panzersperren" äußerte Günther Köppel (FW) Zweifel: Dann gebe es unten in der Westenstraße noch mehr Chaos.

Während Klaus Bittlmayer (Grüne) für eine Kampagne plädierte, um diesem Gebaren Einhalt zu gebieten, ging Arnulf Neumeyer (SPD) mit den Eltern ins Gericht: Deren Verhalten sei für ihn "nicht nachvollziehbar". Neulich erst sei er zur Mittagszeit an der Realschule Rebdorf entlanggekommen. Dort sei links und rechts alles zugeparkt gewesen - "ohne Ende". Es müsse den Schülern doch zuzumuten sein, zu Fuß zu laufen oder mit dem Bus zu fahren, so Neumeyer weiter: "Zu meiner Zeit war der Schulweg immer das Schönste, Herrschaftszeiten."