Katrin Poese

Eigentlich geht es um Essen, das schnell fertig ist und um mobile Stände. Wer jetzt aber versucht ist, von schnödem Fast Food und biederen Schnellimbissen zu sprechen, würde von „Foodies“, so heißen Genießer in der Fachsprache, sicherlich zurechtgewiesen. Denn in der Eichstätter Spitalstadt geht es um einen Trend, der aus den USA gekommen ist und inzwischen auch in Deutschland viele Menschen begeistert: Foodtrucks. Und die sind von einem Grillhendl-Stand nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch weit entfernt. Mit buntem Lack, handbeschriebenen Schiefertafeln oder Lichterketten sind die typisch amerikanisch aussehenden Fahrzeuge aufgestylt.

Einige der Pioniere der deutschen Szene sind nach Eichstätt gekommen: RibWich aus Nürnberg waren 2010 die allerersten, in den Jahren darauf kamen Anbieter wie Uncle Yo's aus Schwabach, Guerilla Gröstl aus Nürnberg oder Don Burrito aus Fürth dazu. Es ist also eine beachtliche Runde, die Veranstalterin Sonja Bauer von Gorilla Food in die Bischofsstadt geholt hat. Insgesamt 15 Stände gibt es.

Und wie schmeckt es? Lisa aus Sappenfeld lobt den besonderen Geschmack ihres Sandwiches, Antonia aus Sappenfeld findet, das Frozen Yogurt „mal was anderes“ ist. Susanne aus Kinding und Jakob aus Pollenfeld teilen sich einen Burger und sind sich einig: Dank seines medium gebratenen zarten Fleisches ist er sehr saftig. Burgi aus Eichstätt mag die Honig-Senf-Sauce auf ihrem Hotdog.

Fotostrecke: Foodtruck-Treffen in Eichstätt

Seite an Seite reihen sich die Trucks auf den Parkplätzen in der Spitalstadt aneinander. Die Straße ist wie geschaffen für den Anlass. „Das ist ein richtig schöner Platz für ein Roundup“, sagt Janina vom Pasta-Laster aus Nürnberg. Roundup heißt ein Treffen mehrerer solcher fahrender Küchen in der Fachsprache.

Die meisten Anbieter sind am späten Sonntagnachmittag zufrieden mit dem Tag in Eichstätt. Von einem „schönen Erfolg“ spricht Markus Schwartz, der in seinem Truck Frozen Yogurt verkauft. „Wenn es nicht ganz so heiß wäre, wäre das der perfekteste Platz überhaupt“, sagt Sven von Langos Wagner aus Waiblingen. Nicht ganz so zufrieden sind Patrick und Viola Hanley aus Regensburg. Vielleicht liegt es darin, das der Platz für ihren Crêpes-Wagen ganz hinten ist. Trotzdem, die Gesamtbilanz ist gut, findet die Veranstalterin Sonja Bauer aus Ingolstadt. „Es gab einen ständigen Durchlauf ab 11 Uhr früh“, sagt sie. Mit der Hilfe von Fred Pfaller hat sie das Foodtruck-Treffen in Eichstätt gestemmt. Es gebe Gespräche für eine zweite Auflage – vielleicht schon im Herbst.