Wie bereits vorab bekannt wurde, wird dabei Vorstandssprecher Mike Herbig von einem Erfolgskurs der Genossenschaft sprechen können. Bereits nach drei Jahren kann die Altmühl-Jura-Energiegenossenschaft in der Bilanz einen Gewinn ausweisen. Die Mitglieder werden bei der Generalversammlung die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates entgegennehmen und über die Entlastung und die Verwendung des Gewinns entscheiden.

Obwohl die erste Euphorie der Energiewende in den Gemeinden, also auf der untersten Ebene, etwas verflacht sei, blicken die Verantwortlichen mit Optimismus in die Zukunft, wie sie im Vorfeld der Versammlung mitteilen. "Die beiden Photovoltaikanlagen auf dem Wasserwerk in Beilngries und auf dem Bauhof in Dietfurt laufen sehr zufriedenstellend", so die Information. Auch die Beteiligung an zwei Windrädern lasse einen Ertrag erwarten. Der Aufbau einer Straßen- oder Parkplatzbeleuchtung mit selbst erzeugter Energie in Beilngries und Kinding habe Pilotcharakter. Hier sieht die Genossenschaft noch erhebliche Möglichkeiten, Energie zu sparen, ohne die Qualität für die Bürger zu verschlechtern.

Gerne hätte die Genossenschaft noch mehr sinnvolle Investitionen getätigt, wie sie mitteilt. Jedoch sei das in der jetzigen Lage nicht ganz einfach. "Eine nachhaltige Entwicklung braucht verantwortliche Bürger" - unter diesem Motto war die Gründungsversammlung im Januar 2013 gestanden. Diesem Grundsatz möchten sowohl Vorstand aus auch Aufsichtsrat weiterhin Rechnung tragen. Die Bürgergenossenschaft verstehe sich nicht nur als Anlagemöglichkeit in erneuerbare Energieträger, sondern auch als Vorreiter für die Eigennutzung von erzeugter Energie. Hier setzt die Genossenschaft auf eine objektive und sachgerechte Information. Die Verantwortlichen der Genossenschaft appellieren dabei an mögliche Interessenten von eigengenutzten Photovoltaikanlagen, sich an örtliche Handwerker zu wenden. Außerdem gehe es um die Information und Bewusstseinsbildung - hin zu sparsamem Einsatz von Energie. Dies stellte Vorstandssprecher Herbig bereits bei der Vorbereitung der Generalversammlung heraus.

Wie zu erfahren war, hat die Genossenschaft derzeit 216 Mitglieder mit 940 Geschäftsanteilen und einem gezeichneten Kapital von 235 000 Euro. Wie Vorstand Heinz Mischmasch mitteilte, wird bei der Generalversammlung umfassend über eigengenutzte Photovoltaikanlagen und die Speicherung informiert. Der Aufsichtsrat unter der Leitung von Thomas Schmidtner legt Wert auf die Feststellung, dass es der Altmühl-Jura-Energiegenossenschaft um eine grundlegende Beratung und Information in Energiefragen gehe. Eingebunden in die zwölf Gemeinden der Altmühl-Jura-Region möchte die Genossenschaft ihren Beitrag zur Energiewende leisten.