"Blutspender lassen mit Vorliebe Taten sprechen. Sie retten immer und immer wieder Leben, setzen sich unaufhörlich für andere Menschen ein und bleiben dabei bescheiden", heißt es in der Pressemitteilung des BRK-Blutspendedienstes. Ulrich Heroven aus Aschau im Landkreis Mühldorf-Inn hat sage und schreibe 225 Blutspenden geleistet. Anwärter auf die Fußstapfen dieses Superspenders zeigten sich beim Ehrungsabend viele: Für Stefan Hobmaier aus dem Landkreis Kelheim zum Beispiel stehen bereits 100 Blutspenden zu Buche. "Ich gehe meist mit einer Clique von bis zu sechs Leuten gemeinsam spenden. Wir organisieren uns per Whatsapp-Gruppe", erzählte der Mann aus Attenhofen. "Es ist immer auch ein geselliger Abend unter Freunden", betonte Stefan Hobmaier.

Insgesamt zeichnete der Blutspendedienst in der Dingolfinger Stadthalle 507 Blutspender aus Nieder- und Oberbayern aus, die von 75, 100, 125, 150, 175, 200 bis hin zu eben 225 Spenden gegeben haben. Sie stammten aus den Kreisverbänden Altötting, Cham, Dachau, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Eichstätt, Erding, Freising, Freyung-Grafenau, Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Mühldorf-Inn, Passau, Pfaffenhofen, Regen, Regensburg, Rottal-Inn, Schwandorf und Straubing-Bogen.

Der Blutspendedienst des BRK veranstaltete für diese unermüdlichen Lebensretter einen ausgefüllten Unterhaltungsabend als Dankeschön. "Sie, liebe Blutspenderinnen und Blutspender, haben in vielfacher Weise bewiesen, dass Sie Solidarität leben und Verantwortung für Ihre Mitmenschen übernehmen. Ihr Einsatz macht uns stolz, und er trägt dazu bei, dass mit rund 250 000 Aktiven die Blutspende die größte Bürgerinitiative in Bayern ist", betonte Franz Weinauer, ärztlicher BSD-Geschäftsführer, in seiner Eröffnungsrede.

Anschließend genossen die geladenen Gäste das Abendprogramm mit prominenten bayerischen Größen aus Fernsehen, Sport und Comedy. Michael Sporer vom BR moderierte die Veranstaltung. Daneben beeindruckte Behinderten- und Extremsportler Felix Brunner das Publikum mit seiner bisherigen Lebensgeschichte: Der junge Allgäuer erhielt nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven. Seither sitzt er im Rollstuhl, ist aber sportlich mindestens genauso aktiv wie vor dem Unfall. Aktuell bereitet er sich als Monoskifahrer auf die Winter-Paralympics 2018 vor. In einem persönlichen Grußwort an die Spender bedankte er sich bei ihnen dafür, dass er überleben konnte. Darüber hinaus sorgte der bayerische Kabarettist Chris Boettcher mit einem Auszug aus seinem aktuellen Bühnenprogramm für mehr als einen Lacher.

Aus der Region wurden zahlreiche treue Blutspender geehrt. 75-mal gespendet haben Norbert Pöppel (Irfersdorf), Ulrike Betz, Franz-Xaver Glasner, Johanna Karch, Marianne Koller, Marianne Schels, Helmut Schloderer, Ronny Welz (alle Beilngries), Georg Ostermeier (Steinsdorf), Johann Zeller (Altmannstein), Michael Straßburger (Stockau), Georg Lang, Christa Neubauer, Martin Wolfsfellner (alle Mindelstetten), Stephan Zaigler (Haunstetten) und Georg Semmler (Kinding). Für 100 Spenden wurden Maria Sernau (Aschbuch), Hubert Kuffer (Beilngries), Helmut Holzapfel (Steinsdorf), Xaver Schneider (Offendorf) und Alois Forstner (Mindelstetten) ausgezeichnet. Karola Kuske aus Paulushofen hat 125-mal gespendet und Michael Obermayer aus dem Riedenburger Ortsteil Baiersdorf hat bereits 150-mal Blut gespendet.