Dietfurt: Zurück zu den Anfängen
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Dietfurt

Der Faschingsauftakt fällt heuer auf einen Samstag. Er wird nach alter Tradition mit einer Eröffnungszeremonie vor dem Dietfurter Rathaus zelebriert. Mit drei donnernden Böllerschüssen wird er in Bayrisch-China "angeschossen". Dann wird Kaiser Fu-Gao-Di samt Hofstaat von der Scheippl-Brücke zum Chinesenbrunnen am Rathaus marschieren. Dort überreicht ihm Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) alias Ca-O-Lin Drachenkette und Schlüssel. Wie eh und je sind zu diesem "Staatsakt" nebst Weckrufern und Musikanten alle großen und kleinen Faschingsnarren zum Mitfeiern aufgerufen. Im Anschluss wird es im Gasthof Zum Bräu-Toni eine lustige Sause mit dem bayerisch-chinesischen Kulturattaché Karl-Heinz Bauer geben.

Auch die Planungen für den Unsinnigen Donnerstag laufen schon, verriet Pritschet. Ihre Kollegin Christina Dietz vom Tourismusbüro bestätigte, dass bereits die ersten Anfragen von externen Gästen und Reisegruppen für einen Aufenthalt am Unsinnigen eintrudeln. Die Faschingssaison werde heuer recht kurz ausfallen, so die Tourismuschefin.

Dafür gebe es am Unsinnigen Donnerstag 2018, der auf den 8. Februar fällt, viel zu feiern: Im Jahr 1928 hatte sich die Musiker der Dietfurter Hansenkapelle als Chinesen verkleidet. Damit wurde vor exakt 90 Jahren der Dietfurter Chinesenfasching aus der Taufe gehoben. "Die Faschingssaison kann ruhig ein wenig nostalgisch werden", meinte Pritschet im Hinblick auf das Jubiläum. Die Gruppen könnten sich an früheren Umzügen orientieren und alte chinesische Verkleidungen aus den Truhen holen und wiederverwenden. Was damals gut war, kann auch heute wieder gut sein, darin waren sich die Anwesenden einig.

Im nächsten Jahr plant das Tourismusbüro zum 90. Geburtstag des Chinesenfaschings Veranstaltungen zur Historie des Dietfurter Faschings. Die Faschingsnarren der Großgemeinde sind daher aufgerufen, auf dem Dachboden oder im Keller in alten Kisten zu stöbern. Die Tourist-Info würde gerne "Dinge, die Geschichte erzählen" wie alte Filme, Fotos, Verkleidungen oder Accessoires aus der Vergangenheit ausleihen.

Wer noch etwas Passendes zum Thema "90 Jahre Chinesenfasching" zu Hause findet, kann dies ab sofort gerne in der Tourist-Info während der Öffnungszeiten abgeben. Da auch eine Erweiterung der Chinesenausstellung im Rathaus in Planung ist, könnten diese Faschingsutensilien auch Eingang in die neue Ausstellung finden. Eine Veranstaltung wird es bereits am 25. Januar beim Erzählcafé der Senioren geben. Maria Hauk-Rakos wird gemeinsam mit Senioren eine Rückschau auf den Fasching wie er früher war starten.