Der Kreisvorsitzende Christian Ascher aus Mühlhausen steckte schon in seiner Begrüßung die Grundlagen der Reservistenarbeit ab. In einer sehr nachdenklichen Rede ging er auf den neuen Traditionserlass der Bundeswehr ein und forderte eine offene und sinnvolle Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Die Vergangenheit könne man nicht wegdiskutieren und auch nicht verstecken, so der Kreisvorsitzende. Unsere Väter und Großväter hätten nach dem Zweiten Weltkrieg eine stabile Demokratie aufgebaut, die es mit Leben zu erfüllen und zu verteidigen gelte.

Gerade im Hinblick auf den Volkstrauertag sei es Aufgabe der Reservistenkameradschaften, darauf hinzuweisen, was alles geschehen ist. Jedoch dürften die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen unserer Tage nicht vergessen werden. "Für die Reservisten und die Krieger- und Soldatenkameradschaften ist der alljährliche Volkstrauertag ein wichtiger Meilenstein der Erinnerung, der Trauer und der Mahnung", so Ascher. In keiner Auseinandersetzung dürfe der Gesprächskontakt abreißen. Der Bezirksorganisationsleiter Johann Geitner informierte über gesetzliche und rechtliche Neuerungen für die Reservistenverbände. So gehe es verstärkt um eine bedarfgerechte Aus- und Weiterbildung. Hier stünden vor allem die körperliche Leistungsfähigkeit und die neuen Aufgaben im Mittelpunkt. Gerade die Schießausbildung richte sich nach den bedarfgerechten Herausforderungen der Bundeswehr und erfolge nun auch auf dem Schießsimulator.

Ein weiterer Punkt war das Tragen der Uniform für die Reservisten, die für ein positives Bild, gerade beim Volkstrauertag, sorgen soll. Johann Geitner bezeichnete die Reservisten auch als Mittler der Bundeswehr in der Öffentlichkeit. Neu sei vor allem, dass in der Zukunft auch nicht gediente Bürgerinnen und Bürger eine kurze Grundausbildung machen können, um künftig bei den Reservisten mitzuarbeiten.