Im Breitenbrunner Naturbad machten sich die Mädchen und Buben von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg aus Neuss in Nordrhein-Westfalen genießen ein paar schöne Stunden.
Im Breitenbrunner Naturbad machten sich die Mädchen und Buben von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg aus Neuss in Nordrhein-Westfalen genießen ein paar schöne Stunden.
Sturm
Breitenbrunn

Neuss liegt am linken Niederrhein und ist mit über 150000 Einwohnern Deutschlands größte kreisangehörige Stadt. 49 Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) haben sich zusammen mit acht Betreuern von dort auf den mehr als 500 Kilometer langen Weg nach Buch bei Breitenbrunn gemacht. Ihr Ziel war der idyllisch gelegene und gut ausgestattete Zeltplatz des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Bayern, auf dem sie derzeit zwei Wochen lang ein ausgefülltes Lagerleben genießen.

Einer der Betreuer ist Wolfgang Klaucke. „Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier. Es hat uns sehr gefallen und deswegen sind wir jetzt wiedergekommen“, sagte er unserer Zeitung. Auch Kai Schrills kümmert sich um die Mädchen und Buben der Pfadfinderschaft aus Neuss und er ergänzte: „Der Zeltplatz ist toll, die Landschaft mit den vielen Bächen und Tälern wunderschön. Hier kann man es aushalten.“

„Der Zeltplatz ist toll, die Landschaft mit den vielen Bächen und Tälern wunderschön.“

Kai Schrills, Pfadfinder aus Neuss

 

 

Das Lagerleben des DPSG- Stammes Alfred Delp aus Neuss auf dem Bucher Berg beginnt in der Regel um 9 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück und endet mit der Nachtruhe so gegen 22.30 Uhr. Dazwischen liegt ein recht ausgefüllter Tag für die kleinen und großen Pfadfinder. „Wir kochen gemeinsam, singen miteinander, treffen uns am Lagerfeuer und basteln viel, zum Beispiel Wasserbomben-Katapulte“, erzählen die beiden Betreuer. Und mit einem Schmunzeln fügt einer von ihnen hinzu: „Was uns hier in Bayern auch sehr gut gefällt beziehungsweise schmeckt, ist eine deftige bayerische Brotzeit mit Weißwürsten.“

Natürlich machte man sich auch auf den Weg, um die nähere und weitere Gegend rund um den Zeltplatz zu erkunden. Beispielsweise war man schon mit den Booten des VCP auf der Altmühl unterwegs. Am Dienstag dieser Woche machten sich Wolfgang Klaucke und Kai Schrills zusammen mit 14 Kindern auf den Weg nach Dietfurt in das Alcmona-Erlebnisdorf. Dort konnten sie zum Beispiel erfahren, dass aufgrund von archäologischen Ausgrabungen nachweisbar ist, dass in der Gegend um die Sieben-Täler-Stadt vorgeschichtliche Siedlungen der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit existierten.

„Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier. Es hat uns sehr gefallen.“

Wolfgang Klaucke, Pfadfinder aus Neuss

 

Im Jahr 2000 war es deswegen an der Zeit gewesen, in Dietfurt einen Förderverein ins Leben zu rufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Erlebnisdorf Alcmona detailgetreu aufzubauen. Der Besuch dort war abwechslungsreich und spannend für die Neusser und so blieben sie gleich einmal über Nacht. Bei ihrem Besuch lernten die Pfadfinder auch Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) kennen. „Eine sehr nette Frau“, sagte Wolfgang Klaucke.

Am Mittwochnachmittag machte man sich auf den Rückweg zum Bucher Berg, nicht ohne einen ausgiebigen Halt im Breitenbrunner Naturbad einzulegen. Das im Jahr 2011 offiziell seiner Bestimmung übergebene Familienbad neben der Breitenbrunner Laber mit seinen großzügig angelegten Liegewiesen, einladenden Schwimmbecken und seinem klaren Badewasser hat Eindruck hinterlassen bei den Gästen aus Nordrhein-Westfalen. „Das ist ein klasse Bad, hier kann man richtig gut entspannen“, hieß es. Nun, am Mittwoch lachte die Sonne auf das Naturbad herunter, auf der Terrasse des angrenzenden Sportheims machten es sich die Menschen bei gutem Essen und Trinken bequem und im Wasser sowie auf der Wasserrutsche ging es hoch her. Die jungen Pfadfinder genossen das erfrischende Nass ausgiebig. Und bevor sie den Weg auf den Zeltplatz bei Buch antraten, genehmigten sie sich alle noch ein Eis. „Wir starten zuhause immer wieder verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel Kuchenverkauf nach den Gottesdiensten“, sagte Wolfgang Klaucke und fügte hinzu: „Da kommen immer ein paar Euro in die Pfadfinderkasse, zum Beispiel für ein gutes Eis, wie heute.“