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30.07.2015 17:35 Uhr | x gelesen
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A wie Auszogne


Bild: A wie Auszogne.  So schmeckt Bayern: Der Schweinebraten ist allseits bekannt, doch es gibt im Freistaat noch viele andere kulinarische Spezialitäten. Eine Auswahl stellen wir in unserer neuen Serie vor – von A bis Z. Heute: A wie Auszogne.

So schmeckt Bayern: Der Schweinebraten ist allseits bekannt, doch es gibt im Freistaat noch viele andere kulinarische Spezialitäten. Eine Auswahl stellen wir in unserer neuen Serie vor – von A bis Z. Heute: A wie Auszogne.


Auszogne
Schmankerl des Tages: Die Auszogne.
www.spezialitätenland-bayern.de
Weil sie so pappig und fettig ist, wird die Auszogne fast immer mit einer Serviette verkauft: Ganz frisch und noch mindestens lauwarm ist sie ein Genuss – schmutzige Finger hin oder her. Das runde Schmalzgebäck ist insbesondere in Altbayern, Franken, Thüringen und Westösterreich weit verbreitet. Je nach Region wird es auch Schmalznudel, Knieküchle, Kiacherl, Kirchweihnudel, Kirtanudel, Knienudel oder Sträubla genannt.

Die Auszogne besteht gewöhnlich aus reinem Hefeteig. Dieser wird zu einer Kugel gerollt und anschließend so auseinandergezogen, dass die Mitte dünn und der Rand dick ist. Einige Leute ziehen den Teig auch über das Knie, um die gewünschte Form zu erhalten. Daher stammt der Name Knieküchle. Anschließend werden sie im heißen Butterschmalz schwimmend ausgebacken und mit Puderzucker bestreut. In Franken wird teilweise zwischen „katholischen“ und „evangelischen“ Auszognen unterschieden, je nachdem, ob sich der Zucker in der Mulde (katholisch) oder in der Erhebung (evangelisch) befindet. Manche mögen sie mit Marmelade am liebsten.

Früher wurden Auszogne hauptsächlich in der Erntezeit und zu hohen Festtagen gebacken, etwa zur Kirchweih oder zur Dult. Heute gibt es sie oft auch in Biergärten, auf Volksfesten oder Christkindlmärkten. Das ideale Gebäck hat außen einen etwa drei Zentimeter hohen, weichen Wulst und ist innen hauchdünn und knusprig. Farblich ist sie goldbraun, nach innen hin wird sie heller. Berühmt für seine Auszognen ist das Café Frischhut am Münchner Viktualienmarkt geworden: Kaum jemand kennt es unter seinem richtigen Namen – für die meisten ist es einfach nur die „Schmalznudel“.


Rezept:
  • 500 g Mehl
  • 30 g Hefe
  • 250 ml Milch
  • 60 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 2 Eier
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • Fett zum Frittieren
  • Zimt
  • Zucker

Das Mehl und die Hefe zu einem Teig verkneten und einige Zeit lang gehen lassen. Anschließend die lauwarme Milch sowie die anderen Zutaten hinzugeben und zu einem glatten Teig mischen. Die Masse zu einem etwa einen Zentimeter hohen Teig ausrollen und mit einem Glas Kreise mit einem Durchmesser von ungefhr acht Zentimetern ausstechen. Die runden Stücke nun erneut gehen lassen.

Den Teig in der Mitte dünn auseinander ziehen (siehe obige Beschreibung) und schwimmend in heißem Fett ausbacken. Anschließende die noch warmen Auszognen mit Zimt und Zucker bestreuen.

Quelle: www.spezialitaetenland-bayern.de
 

Silvia Obster

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