Manching: Von Quallen, Schützen und dunklen Gestalten
Foto: Max Schmidtner
Manching

Die Themenvielfalt der Wagen spiegelte sich vor allem in kommunalpolitischen und örtlichen Gegebenheiten wider: Als Korallen, Kraken und Quallen wollten die Strawanzer Frauen die neue Paarterrasse erobern. Und während die Ingolstädter Faschingsfreunde mit einem sieben Meter langen Piratenschiff durch Manchings Straßen schipperten, machte der Trachtenverein mit seinem Geisterwagen samt neun Meter hohem, ausfahrbarem Geisterturm Manching unsicher. Mit dem Märchen vom Spieglein an der Wand versuchte der Gartenbauverein aus seinem Zwergengefolge die schönste Gartlerin zu ermitteln.

Einen Fingerzeig Richtung Gemeinde pinselten die Niederstimmer auf ihren Schäferwagen: "Wir wollen das Bauen am Ortsrand, wo immer schon das Wasser stand, verhindern", hieß es da. Ins tiefste Afrika mit Strohhütten, Bambusspeeren und einem gewaltigen Kochkessel entführten die Pichler die Zuschauer. Ob das sagenumwobene Einhorn der Wasserwacht, der Zirkuswagen der Manchinger Feuerwehr samt Clown, Tieren und Artisten, die Waldgeister der Römerschanzschützen, die in Manchings Dschungellandschaft spuken, oder die Oberstimmer Kehrausfreunde, die mit ihren Planeten der Schafe Manching umkreisen - das Spektakel war wieder perfekt. Vor allem die Gmendr Gassafetza, als Raubritter verkleidet, fanden viel Zustimmung beim Standkonzert zum Abschluss des Faschingstreibens in der Schulstraße.