Ist das Andreas Gruber? Endgültig ist die Identität des Mannes auf diesem Bild nicht bewiesen.
Ist das Andreas Gruber? Endgültig ist die Identität des Mannes auf diesem Bild nicht bewiesen.
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Hinterkaifeck
Am 9. November 1858 wurde der spätere Hinterkaifecker geboren, wahrscheinlich in Grainstetten. Er gehört zu den sechs Opfern im bis heute ungeklärten Mordfall von Hinterkaifeck. Dieses Verbrechen zählt zu den bekanntesten Kriminalfällen in ganz Deutschland.

Vermutlich in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 wurden die Bewohner des Einödhofs nahe Waidhofen ermordet. Zu den Opfern zählen neben Andreas Gruber und seiner neun Jahre älteren Frau Cäzilia die verwitwete Tochter Victoria Gabriel mit ihren Kindern Cäzilia und Josef ebenso die Magd der Familie, Maria Baumgartner, die am 31. März ihren ersten Arbeitstag hatte. Mordwaffe war eine Reuthaue, die Gruber wohl auch zum Schlachten von Schweinen benutzt hatte. Laut einiger Theorien kamen auch ein Taschenmesser und ein Bandeisen zum Einsatz. Es gibt viele Rätsel um den Mordfall. Eines davon: dass der Hof wohl auch nach dem Mord weiter bewirtschaftet wurde. Die Toten wurden erst am 5. April, also Tage später, von drei Bekannten der Familie aus dem Nachbarort entdeckt.

Bei einer der verschiedenen Theorien zum Tathergang wird Gruber, der als herrschsüchtig und gewalttätig galt, auch selbst als möglicher Täter verdächtigt. Als Motiv hierfür wird die inzestuöse Beziehung zu seiner Tochter angeführt.

Der außergewöhnliche Fall stößt noch heute auf ein reges Interesse in der Bevölkerung, weit über die Region hinaus. Zu der Tat sind mehrere Filme und etliche Bücher erschienen.