Herbert
Basierend auf Informationen aus den Büchern von Peter Leuschner und den Internetseiten www.hinterkaifeck.net und www.hinterkaifeck.tv fassen wir den Fall und die Ermittlungen zusammen, beleuchten die Verdächtigen und stellen relevante Informationen zusammen.
 
 
 
Geplant sind die Folgen:
 
  

Film Tannöd

 
Andrea Maria Schenkels Roman „Tannöd“ war die Vorlage für den gleichnamigen Film von Regisseurin Bettina Oberli. Im Buch gibt es keinen Kommissar. Im Film schlüpft Traudl in die Rolle des Kommissars. Sie ist die Schwester der ermordeten Magd und kommt jeden Tag ins Morddorf und stichelt und unterstellt jedem, er sei der Mörder. Die Geschichte wird im Buch wie im Film iummer aus der jeweiligen Sicht von unterschiedlichen Personen erzählt.   
 
Eines Tages kommt Kathrin, die Hauptfigur, in diesen Ort. Es ist eigentlich ihr Heimatdorf. Sie ist dort geboren, wurde aber von ihrer Mutter verstoßen und diese wollte auch nicht, dass ihre Tochter zu Besuch kommt. Die Mutter war Magd auf dem Hof der Familie Hauer, den Nachbarn des Mordhofes. Nach dem Tod der Mutter kommt Kathrin aber doch in den Ort, um an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen. Selbstverständlich kennt sie die Geschichte vom Tannödhof der Familie Danner – dem Mordhof.
 
Um Kathrin herum stricken sich die Geschichte und die Zusammenhänge. Immer wenn die Hauptfigur Kathrin bei ihrem Besuch etwas erzählt bekommt, versetzt es sie zusammen mit den Zuschauern auf den Dannerhof und dort wird die Geschichte dann wie als Spielfilm eingestreut. So findet Kathrin im Nachlass ihrer Mutter Briefe, die an den Dannerhof gerichtet waren, aber mit „Annahme verweigert“ wieder zurückkamen. Bei ihren Recherchen im Dorf und auf dem Dannerhof stellt sich heraus, dass Kathrin die Tochter des Danner-Bauern ist. Das war auch der Grund, warum die Mutter sie nicht bei sich haben wollte.
 
Barbara, die Tochter vom Dannerhofes trug ein Medaillon. Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Das wird ihr beim Mord entrissen. Wer in dessen Besitz ist, muss der Mörder sein. Das Dorf scheint aber nicht zu wollen, dass der Mörder gefunden ist. Den Dorfbewohnern ist es egal, wer der Täter ist. Eigenlich möchte das Dorf die Geschehnisse vergessen. Kathrins Besuch wühlt die Erinnerungen wieder auf. Regisseurin Bettina Oberli gibt dem Zuschauer aber einen ganz bestimmten Verdacht über den Mörder mit auf den Weg.
 
Bettina Oberlis „Tannöd“ ist freigegeben ab zwölf Jahren. Die düstere Stimmnung mitsamt einigen Schreckmomenten spiegelt das Geschehen wieder. Für die Regisseurin war es reizvoll, die verschiedenen Perspektiven des bildlich geschriebenen Romans umzusetzen. Für sie war es auch wichtig, ein, wie sie selbst sagt, Kunst-Bayerisch zu erfinden. Sie wollte nicht, dass man an der Sprache erkennt, in welcher Gegend das Ganze wirklich stattgefunden hat. Sie hat sich auch bewusst dafür entschieden, dass man sieht, wie die Opfer erschlagen werden und im Stall liegen.