Ferndinand Gump Hinterkaifeck
Ferdinand Gump nach seiner Verhaftung.
Hauptstaatsarchiv München
Basierend auf Informationen aus den Büchern von Peter Leuschner und den Internetseiten www.hinterkaifeck.net und www.hinterkaifeck.tv fassen wir den Fall und die Ermittlungen zusammen, beleuchten die Verdächtigen und stellen relevante Informationen zusammen.
 
Geplant sind die Folgen:
 
 

Die Verdächtigen Gump

 
 
Bei den Ermittlungen stießen die Beamten auch auf Nachfahren des legendären Räubers Ferdinand Gump, der im Donaumoos im 19. Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat. Verdächtigt wurden die Brüder Anton und Adolf Gump. Auf dem Sterbebett beschuldigt sie deren Schwester, die Mörder von Hinterkaifeck zu sein. Staatsanwalt Dr. Andreas Popp ist sich sicher, nun den wahren Täter gefunden zu haben und stattet Anton Gump einen Besuch ab. Denn auf dem Totenbett lügt niemand. Bruder Adolf ist bereits 1944 gestorben. Für Staatsanwalt Popp stand es trotz fehlender Beweise außer Frage, dass Adolf Gump ein Verhältnis mit Viktoria Gabriel hatte und sogar der Vater von Josef ist.
 
Die Glaubwürdigkeit der Schwester wurde von allen anderen Geschwistern Gump angezweifelt, da diese nach deren Aussage eine „Bestie“ gewesen sei, die sogar den Vater, den sie zur Pflege hatte, geschlagen haben soll.
 
Staatsanwalt Popp macht sich also auf den Weg nach Ingolstadt, wo Anton Gump inzwischen wohnt. Sein Plan: Den Rentner überrumpeln, damit er sofort gesteht. Trotzdem geht der Staatsanwalt bei seiner Befragung behutsam vor. Anton Gump erzählt, wo er als Knecht überall gewesen ist. Hohenried, Adelshausen, sagt er. Und er habe seinen Bruder einmal zwischen Edelshausen und Brunnen (Anm. d. Red.: Gerstetten oder Schachhof) besucht. Als Gump merkt, auf was die Befragung hinausläuft, leugnet er alles. Trotzdem wird er verhaftet. Auch seine Frau wird mehrmals vernommen. Ohne Ergebnis.
 
Popp lässt sich nicht davon abbringen, dass Adolf Gump, der als Korbmacher durch die Lande zog, ein Verhältnis mit Viktoria gehabt habe. Als Gump von der Blutschande erfahren habe, soll er sich gerächt haben. Um keine Zeugen zu haben, habe er die ganze Familie ausgelöscht. Anton Gump soll einem Mitgefangenen erzählt haben, dass sein Bruder die Tat begangen habe. Er selbst sei nicht dabei gewesen und habe es nur erzählt bekommen. Adolf Gump sei oft bei den Hinterkaifeckern auf dem Hof gewesen.
 
Andreas Gruber soll in Gröbern geäußert haben, dass ihm jeder als Vater für Josef lieber wäre als der Korbmacher. Diese Aussage wollte aber bei der Polizei niemand wiederholen. Der Verdacht gegen Anton Gump ließ sich aber nicht erhärten, er wurde freigelassen und auch diese Spur verlief im Sand.