Pfaffenhofen: Vom Postboten zum Landrat: Hinterkaifeck-Verfilmung mit Martin Wolf
Wer erkennt den Postboten? Die Rolle des Josef Mayer im Film »Hinterkaifeck - Symbol des Unheimlichen« hatte vor 20 Jahren der heutige Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf (rechts) inne.
Armeemuseum
Basierend auf Informationen aus den Büchern von Peter Leuschner und den Internetseiten www.hinterkaifeck.net und www.hinterkaifeck.tv fassen wir den Fall und die Ermittlungen zusammen, beleuchten die Verdächtigen und stellen relevante Informationen zusammen.
 
 
 
Geplant sind die Folgen:
 
 

Die Dokumentation „Hinterkaifeck – Auf den Spuren eines Mörders“

 
Hinterkaifeck findet keine Ruhe. Immer wieder wird der Fall ausgegriffen und in den unterschiedlichsten Formen aufgearbeitet. Das ZDF drehte 1991 eine Dokumentation an den bekannten Schauplätzen, wie der Hofstelle, dem Friedhof in Waidhofen und am Martel. "Ich war wahrscheinlich der erste, der alle Unterlagen des Falls zur Verfügung hatte. Diesen Vorsprung wollte ich ausnutzen“, wird Regisseur Kurt Hieber zitiert. #

Das Filmteam spürte auch Zeitzeugen auf. In den 54 Minuten kommen Kinder des verdächtigten Lorenz Schlittenbauer zu Wort, aber auch der Kommissar Konrad Müller-Thumann, der sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat. Er nimmt auch die damalige Polizeiarbeit unter die Lupe und prangert Ungenauigkeiten an. Er sagt, dass er selbst zwölf Ordner mit Material habe. In den in Archiven München und Augsburg liegen insgesamt nur noch drei Ordner.  
 
Des Weiteren stehen Andreas Schweiger junior, dessen Vater einer der ersten am Tatort war, dem ZDF Rede und Antwort sowie eine Nichte Karl Gabriels. Freilich dürfen Stammtischplaudereien nicht fehlen. Immer wieder werden Vernehmungsprotokolle vorgelesen, die die bewegten Bilder untermalen.
 
Josef Plöckl, der 1991 Bürgermeister in Waidhofen war, kommt zu Wort. Nach seiner Meinung wurde der Hof abgerissen, um die Erinnerung an die Morde auszulöschen. Ihm wäre es lieber, wenn es über Waidhofen etwas anderes zu berichten gäbe, beispielweise dass es die Geburtsstätte des Schrobenhausener Spargels ist. Aber man könne trotzdem gut mit der Vergangenheit leben.
 
Der Film zeigt auch ein bisschen das ländliche Leben, wie zum Beispiel der sonntägliche Kirchgang oder wie Ministranten Holz fürs Osterfeuer sammeln. Die Szenen, die das Leben auf dem Hof vor dem Mord zeigen, sind dem Film „Hinterkaifeck – Symbol des Unheimlichen“ von Hans Fegert entnommen. 
 
Die Dokumentation wurde 2009 digitalisiert und als DVD veröffentlicht.