Schrobenhausen: So war es in Hinterkaifeck
 
Basierend auf Informationen aus den Büchern von Peter Leuschner und den Internetseiten www.hinterkaifeck.net und www.hinterkaifeck.tv fassen wir den Fall und die Ermittlungen zusammen, beleuchten die Verdächtigen und stellen relevante Informationen zusammen.
 
 
Geplant sind die Folgen:
   

 Der Verdächtige Lorenz Schlittenbauer

 
Lorenz Schlittenbauer ist Ortsführer in Gröbern, verwitwet und Vater von zwölf Kindern. 1918 soll er ein Verhältnis mit Viktoria Gabriel gehabt haben. Sein Wunsch, sie zu heiraten, wird von Vater Andreas Gruber abgeschlagen. Schlittenbauer erkennt zunächst die Vaterschaft für Josef Gabriel an, widerruft dies aber. Außerdem soll er für die Anzeige gegen Andreas Gruber wegen Inzest verantwortlich sein.
 
Zu seiner Person stehen einige Fragen im Raum: Als die Leichen gefunden werden, fällt auf, dass er eine Zwischentüre aufsperren kann. Einige Tage vorher hatte Andreas Gruber über einen verlorenen Hausschlüssel geklagt.
 
War Lorenz Schlittenbauer nach wie vor in Viktoria verliebt und konnte dem vermeintlichen Inzesttreiben auf dem Hof nicht mehr zusehen? Oder konnte er schlicht mit der Trennung beziehungsweise der Ablehnung der Hochzeit nicht umgehen?
 
Wenn tatsächlich er der Mörder war und die Tiere in den Tagen danach gefüttert hat – warum ist es niemandem in dem kleinen Ort Gröbern aufgefallen, dass er mehrmals täglich zur Einöde hinübergeht? Oder, wenn er es war, der in den Heukuhlen lag, warum merkte niemand sein tagelanges Verschwinden?
 
Aber warum sollte er den kleinen Josef umbringen, den er ja schon einmal als seinen Sohn anerkannt hatte? Außerdem fragte er nach dem Auffinden der ersten vier Leichen nach „seinem Bua“. Auf der anderen Seite soll er beim Auffinden der Leichen sehr gefasst gewesen sein. Überraschte es ihn nicht, was er da fand? Dieses nach Ansicht anderer Zeugen und der Polizei gefasste Verhalten führte dazu, dass er zeitlebens als Tatverdächtiger angesehen wurde. Insgesamt wurde er zweimal verhört; am 5. April 1922 direkt am Tatort und am 30. März 1931 in München.