Aber nicht irgendwelches 08/15-Gold vom Discounter, sondern mit mindestens 24 Karat. Selbst Gold mit 22 Karat schmeckt nämlich wie eine Mischung aus Thymian und Waschmittel. Was nicht so gut ist: Das Kombinieren von Blattgoldsteak mit der Zurschaustellung desselben im Internet. Das führt, wie Bayern-Star Ribery erfahren durfte, zu einem Aufschrei im Netz. Zum einen meldeten sich Steakfetischisten, die der Meinung sind, dass ein gutes Steak generell keine Metalllegierung bekommen sollte. Zum anderen tobten die Veganer, weil gutes Blattgold angeblich ohne Fleischbeilage seinen Geschmack wesentlich besser entfaltet.

Glücklicherweise ließ sich Ribery gar nicht erst auf eine Diskussion ein, weil ja Geschmack bekanntlich Geschmackssache ist. Stattdessen veröffentlichte der Edelkicker eine Art Kommentar zum Thema Toleranz und Respekt. Er rief nämlich seine Kritiker auf, sich zwecks Geschlechtsakt an den eigenen Stammbaum und die nähere Verwandtschaft zu wenden. Für Ribery-Verhältnisse war das im weitesten Sinne ein Plädoyer für freie Liebe und Ehe für alle.

Manche Spielerfrauen beim FC Bayern sollen aber mit viel Unverständnis auf das Goldsteak reagiert haben. Weil nun nämlich andere Bayern-Spieler aus anderen Kulturkreisen die Gattin mit der Frage konfrontiert hätten, warum bei ihnen im Hause das Restschnitzel immer nur in Alufolie gewickelt werde. Denn dadurch wäre man in der Bayern-Kabine neben Ribery bestenfalls ein öder Spießer.

Einige Spielerfrauen zeigen schon Ausweichaktionen: Statt Holzofenbrot kommt nur noch Golden Toast auf den Tisch. Auch wer erst fünf Jahre verheiratet ist, plant schon für den kommenden Sommer die Goldene Hochzeit. Andere lassen sich nur noch von Franck Ribery beraten beim Metzger. Doch nun zog sich Ribery tatsächlich einen Muskelfaserriss zu im Training in Katar. Der Spieler selber mokierte sich über den schlechten Zustand des Rasens. Ohne Goldbeschichtung bleiben da Stollenschuhe nämlich ruckzuck hängen. Aber Ex-Spiegel-Autor Relotius soll schon an einer Story dran gewesen sein. Thema: Goldverzehr macht die Muskeln spröde. Laut den Bayern-Physios müsste das Fleisch elastischer sein. Das Goldsteakrestaurant plant Insidern zufolge schon eine Ausweitung des Angebots. Demnächst auf dem Speiseplan: Steaks mit Gummibeschichtung.