Damit auch der Allerletzte gleich merkt: Hier ist einer am Werk, dem auch viel am Wohl des Einzelnen liegt. Um das Södersche Image stand es ja nicht zum Besten.  Zu oft hatte Söder einfach auf die Kraft des Lauteren, Stärkeren oder gar Fränkischeren gesetzt. 
Die Flut an Beauftragten war jedenfalls schon damals den Freien Wählern ein Dorn im Auge. Immerhin bekam jede und jeder Beauftragte nicht nur mehr Geld, sondern auch noch einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Darin sah vor allem FW-Boss Aiwanger einen schmierigen Versuch, noch zusätzlich ein paar Spezl mit sauber dotierten Aufgaben milde zu stimmen, wenn sie schon nicht Minister geworden sind. Diesem durchsichtigen Manöver wollte Aiwanger sogar mittels Klage ein Ende setzen.
Umso größer war die Neugierde, wie denn die Freien Wähler nun als Teil der Regierung mit diesem Fall umgehen würden. Immerhin hatten sie ja den Wählern versprochen, die CSU wieder ein bisschen zu erden. Und tatsächlich kann Aiwanger nun einen fulminanten Erfolg verkünden! Die Beauftragten der CSU sind zwar nicht verschwunden. Aber immerhin ist deren Zahl drastisch gesunken. Die CSU stellt nicht mehr wie bislang offiziell acht, sondern nur noch sechs Beauftragte. Das ist ein großer Erfolg für die Bemühungen der FW. Als Belohnung winken der Aiwanger-Truppe deshalb zwei Beauftragte. So dass die Gesamtzahl bei acht bleibt. 
Was folgt daraus? Die FW haben kein Problem mit Beauftragten an sich, sondern nur mit dem Umstand, dass alle Beauftragten von der CSU sind. Und als besonderes Zugeständnis der CSU gegenüber dem neuen Koalitionspartner kommen auch die Dienstwagen weg.  Den beiden neuen FW-Sonderbeauftragten dürfte das nichts ausmachen.   Das Ideal der FW ist nämlich der Selbstfahrer mit eigenem Fahrzeug.  Das lebt Aiwanger seit Jahren selber vor.
 Jetzt, wo er Vize-Ministerpräsident ist, wird er aber kaum Zeit haben, das Auto selber zu waschen. Dafür bräuchte es jetzt – richtig, einen Beauftragten. Die FW haben sich also im Rekordtempo an die CSU angepasst. Also nicht wundern, wenn Hubert Aiwanger demnächst ein neues Ziel proklamiert:  Die Alleinregierung ohne lästigen Koalitionspartner.