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08.09.2010 10:50 Uhr | x gelesen
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Mein erster Tag in Tokio


Gestern ist der Ingolstädter Sebastian Kranz in Tokio gelandet und hat sich trotz des über zwölfstündigen Fluges sofort ins Getümmel der Mega-Metropole gestürzt. Er war beim Kodokan, der Geburtsstätte des Judo, und hat sich in der City ein wenig umgeschaut. Am meisten Angst machte ihm an seinem ersten Tag die Füllung in seinen Umeboshi-Bällchen.

Die Flugstrecke von Moskau nach Tokio
Der lange Weg über Russland bis nach Tokio
sebastian.kranz
Nach der sehr langen Reise bin ich endlich in Tokio angekommen. Die drei Stunden Flugzeit nach Moskau und neuneinhalb nach Tokio Narita waren recht angenehm. Auf dem langen Flug, der sich über das riesige Russalnd hingezogen hat, habe ich aber keine ordentliche Schlafposition gefunden, so dass ich nur eine Stunde die Augen schließen konnte. Auch der Transfer vom Flughafen zur Ueno-Station verlief dank meiner Planung ohne Probleme. Ich habe auf Anhieb mein Hotel gefunden und konnte mein Zimmer beziehen. Doch zum Ausruhen war keine Zeit. Ich habe mich sofort ins Großstadtgetümmel gestürzt, um keine Zeit zu verlieren.
 
Der Kodokan
Kodokan international Judo Center
sebastian.kranz
Als erstes bin ich auf die Suche nach dem Kodokan gegangen, der Geburtsstätte des Judo. Hier musste ich allerdings ein bisschen rumfragen, bis mich drei nette und hilfsbereite Japanerinnen hin führten. Dort habe ich mir das Judo-Museum und das große Dojo (Trainingshalle) angeschaut. Einige Judoka, die am Wochenende bei der Weltmeisterschaft mitkämpfen, haben noch fleißig trainiert.

Gleich neben dem Kodokan befindet sich der Tokyo Dome, eine riesige Freizeitanlage mit Fahrgeschäften, Spielhallen und dem Dome, wo beispielsweise Konzerte stattfinden. Hier habe ich mich erst einmal von der Achterbahn, die sich mitten in der Stadt befindet, wieder wachrütteln lassen.
 

Baseball
Baseball-Anlage im Ueno-Park
sebastian.kranz
Und dann konnte es weiter gehen mit dem Stadtbummel: Rund drei Stunden bin ich durch die Hochhausschluchten marschiert und wusste gar nicht, wo ich als Erstes hinschauen soll. Der Überschuss an Eindrücken hat mich richtig platt gemacht. Also fuhr ich wieder zurück zur Ueno-Station, die sich in der Nähe meines Hotels befindet, und habe mich im gleichnamigen Park ein wenig ausgeruht und der Sonne beim Untergehen zugeschaut. Eigentlich dachte ich, dass es dadurch ein bisschen abkühlt, doch es hatte immer noch um die 35 Grad. Auf dem Weg zum Hotel bin ich noch an einer Baseball-Anlage vorbei gekommen. Baseball ist eine sehr beliebte Sportart in Japan und es gibt wie in den USA sogar eine Profi-Liga.
 
Tokio bei Nacht
Auf dem Weg ins Hotel fangen die Straßen zu glitzern an.
sebastian.kranz
Als ich mich dann endlich einmal von dem spannenden, aber doch sehr rätselhaften Spiel losreißen konnte, habe ich mir noch ein kleines Abendessen im Supermarkt besorgt: Ein Reisdreieck mit Algen umwickelt und einer „Überraschungs“-Füllung. Eigentlich steht drauf, was drinn ist, aber das kann ich ja leider nicht lesen. Deshalb hatte ich Angst, dass mein Bällchen mit Umeboshi gefüllt ist, eine salzig-sauer eingelegte Pflaume,die mir, wie ich von meinem letzten Japan-Aufenthalt weiß, nicht schmeckt. Doch ich hatte Glück: Es war Thunfisch drin. 

Aber das ist ja gerade das Spannende an Tokio: Man weiß nie was einen erwartet.

Oyasuminasai (Gute Nacht),

Sebastian
 



sebastian.kranz
 
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