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03.04.2008 21:04 Uhr | x gelesen
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Zum Artikel: "Kassenpatienten müssen warten"


Nun, es wurde mal wieder geschafft, Ärzte so richtig durch den Kakao zu ziehen. Die Kassenpatienten (90%) müssen 36,7 Tage warten, bis sie einen Termin zur Magenspiegelung erhalten, Privatpatienten kommen schon nach 11,9 Tagen in den (zweifelhaften) Genuss einer solchen Untersuchung. Nach dem (immer wieder so genannten) Gesundheitsexperten Prof. Karl Lauterbach ist es kein Kavaliersdelikt, wenn ein Patient 36,7 Tage auf eine Untersuchung warten muss.

Ich spiele jetzt einen niedergelassenen Facharzt und behandle alle Patienten gleich ( zumindest bezüglich der Terminvergabe): Jetzt verlängert sich die Wartezeit für Privatpatienten auf die Zeit, auf die sich die Zeit für Kassenpatienten verkürzt, nämlich 34,2 Tage.

Nun, Herr Lauterbach resp. Frau Bundesgesundheitsministerin, das ist eine Verbesserung der Wartezeit auf diese durchaus wichtige Untersuchung von sage und schreibe 2,5 Tagen !!!

Ich persönlich finde, dass dies, wie man so sagt, den Kohl nicht mehr fett macht. Allerdings ist die Wartezeit von 34,2 Tagen ( für alle) von unserer Gesundheitspolitik verursacht, welche ja noch von einer ärztlichen Überversorgung ausgeht!! Eine von der Politik verursachte Wartezeit von 34,2 Tagen auf eine laut Lauterbach wichtige Untersuchung ist also in Ordnung, eine weitere Verzögerung durch Ärzte um 2,5 Tage " ist kein Kavaliersdelikt." Herr Lauterbach und Frau Gesundheitsministerin, Sie lehnen sich verdammt weit aus dem Fenster hinaus...

Titus Haselbeck





iklop

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