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Von 14.00 bis 15.00 Uhr bei ELEKTRO FREITAG: Die Arbeiter betreuen vier Baustellen gleichzeitig

Mit Saugbagger und Grabenfräse

Parsberg
erstellt am 23.05.2018 um 11:36 Uhr
aktualisiert am 24.05.2018 um 23:55 Uhr | x gelesen
Parsberg/Beilngries (DK) Hier die Tourist-Information Beilngries, dort ein Café. Und mittendrin wird leidenschaftlich malocht. Um 14.00 Uhr an einem Freitag. Natürlich. Denn die Herren, die hier zu Werke gehen, sind von der Parsberger Firma „Ing. Ludwig Freitag Elektro-GmbH & Co. KG“. Es gilt, eine 20-Kilovolt-Leitung zu verlegen. Bei bestem Urlaubswetter.
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Ob mitten in Beilngries oder auf dem nahe gelegenen Arzberg: Beim Kabelverlegen stellen sich Mitarbeiter der Firma Freitag den verschiedensten Herausforderungen.
Leykamm
Parsberg
Konflikte zwischen denen, die hier ein kühles Eis genießen wollen, und jenen, die hier für schnellen Baufortschritt sorgen, sind da fast schon vorprogrammiert. Kühlen Kopf behält da Christian Habermann, der insgesamt vier Baustellen organisiert. Seinen eigenen 45-jährigen Geburtstag feierte er heuer an einem Freitag. „Wann sonst“, sagt er lächelnd. Er blinzelt in die Sonne, dann richtet sich sein Augenmerk auf eine außergewöhnliche Maschine. Denn zum gleichen Zeitpunkt nimmt ein monumentaler Saugbagger gierig das Füllmaterial aus dem Kabelgraben auf. Die Rücken der Arbeiter sind dankbar für die Entlastung.  

Alles läuft nach Plan. Was nicht selbstverständlich ist. Denn überall, wo aufgegraben wird, lassen sich Überraschungen erleben. „Damit muss man immer rechnen“, sagt Polier Alois Klügl, der unten im Graben immer zwischen sonnigen und schattigen Bereichen hin und her wechselt. Dort, wo die Strahlen nicht hinreichen, lässt sich angenehm arbeiten. Seine Kollegen legen sich auch mächtig ins Zeug: 15 Kilogramm schwere Pflastersteine müssen erst abgetragen und nach der Verlegung wieder angebracht werden.  

Um 14.19 Uhr ist plötzlich alles ruhig. Der Bagger macht Pause. Aber nur, um seinen gesaugten Inhalt mit einem Volumen von acht Kubikmetern zu entleeren. Währenddessen haben die menschlichen Arbeiter die Baulinie komplettiert. Der Kabelgraben ist soweit offen, dass es zwischen den beiden Straßenseiten kein Überqueren mehr gibt – außer durch kühnes Springen. So nah, so fern, heißt nun die Devise zwischen Café und Tourist-Information. „Wir arbeiten schon die zweite Woche an dieser Baustelle“, sagt Habermann, bevor er sich ins Auto schwingt und zur nächsten fährt.  
Die Grabenfräse im Einsatz.
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Gegen halb drei steigt er auf dem Arzberg wieder aus. Von dort gilt es eine Verbindungsleitung bis nach Dietfurt zu verlegen. Statt dem Saugbagger geht hier eine Grabenfräse zu Werke. Sie kämpft sich durch Stein- und Lehmboden. Wie die Fahrwege hier genau verlaufen, wann der Tanklaster anrücken kann und vieles mehr gilt es hier von Habermann zu organisieren. Und dann sind da noch die Haufen des Aushubs, die weggeschafft werden müssen.  

Wie, das will um 14.50 Uhr ein junges aufstrebendes Talent der Firma wissen: Niklas Kastner, mit seinen 21 Jahren schon Polier. „Am besten geht das mit einer Zwickschüssel“, bekommt er vom Cheforganisator zur Antwort. Und weiter geht es zur nächsten Baustelle. Während sich Baustellengeräusche und Waldidylle mischen. Beides geht übrigens gut zusammen. Dank Habermann, der das Prozedere mit Förster und Naturschützern abgeklärt hat. So darf abgehakt werden. Es ist 15.00 Uhr, Habermann sitzt im Auto, greift zum Smartphone, acht Anrufe muss er beantworten – die virtuellen Leitungen glühen. Für ihn kein Thema: „Ich habe einfach einen Traumjob!“

 

Alois Klügl (56) aus Daßwang

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Seit 1982 bin ich bei der Firma, zehn Jahre nach Eintritt zum Polier aufgestiegen. Hier gibt es immer wieder Neues zu erleben, die Arbeit ist einfach vielseitig. Pressungen, Teeren – man muss einfach alles können. Früher haben wir oft Oberleitungen verlegt. Die sind jetzt alle weg. Der letzte Dachständer in Beilngries wanderte nach seinem Abbau gleich ins Museum.“
 

Thomas Straub (40) aus Regensburg

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„Für den Saugbagger bin ich organisatorisch verantwortlich. Von diesen eine halbe Million Euro teuren Maschinen gibt es aktuell nur etwa 250 in ganz Deutschland. Die innovative Technik entlastet den Arbeitnehmer und verhindert Beschädigungen an den Leitungen. Mit 500 PS Motorleistung und einem Ladevolumen bis zu acht Kubikmeter arbeitet das Gerät schnell und effizient.“
 

Niklas Kastner (21) aus Dietfurt-Blauhof

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„Als Polier bin ich in das Unternehmen vor einem Jahr eingestiegen. Davor habe ich studiert, aber das war mir zu ruhig und auch zu langweilig. Jetzt kann ich mit einem guten Trupp toll zusammen arbeiten. Es gibt bei uns keinerlei Probleme.“


 

Fakten und Kontakt

  • Gründung: Elektro Freitag in Parsberg ist das älteste und größte Unternehmen der Freitag-Gruppe, mit dem Betrieb begann 1922 die Erfolgsgeschichte. In besagtem Ort befinden sich Verwaltungs- und Geschäftszentrale des Konzerns.
  • Geschäftsführung: Dr. Michael Freitag ist Geschäftsführer der „Ing. Ludwig Freitag Elektro-GmbH & Co. KG“ in Parsberg.
  • Leistungsspektrum: Die Firma Freitag wartet in den Bereichen Strom, Telekommunikation, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung und Datentransfer mit innovativen, komplexen Lösungen als Komplettanbieter auf. Das Unternehmen ist eines der größten privaten Dienstleistungs- unternehmen im Bereich der Versorgungstechnik in Deutschland.
  • Mitarbeiter: rund 650
  • Kontakt: Ing. Ludwig Freitag Elektro-GmbH & Co. KG, Industriestraße 3, 92331 Parsberg, Telefon (09492) 604-0, Fax (09492) 604-200, E-Mail: info@elektro-freitag.de
Jürgen Leykamm