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Rugby-Mäzen Wild droht mit Ausstieg

erstellt am 14.06.2018 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 14.06.2018 um 13:47 Uhr | x gelesen
Großer Knall im deutschen Rugby: Geldgeber Hans-Peter Wild droht dem Deutschen Rugby-Verband (DRV) mit der Einstellung seiner finanziellen Hilfen.
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Hans-Peter Wild ist der wichtigste Geldgeber des DRV Hans-Peter Wild ist der wichtigste Geldgeber des DRV
Hans-Peter Wild ist der wichtigste Geldgeber des DRV
© 2018 SID

Großer Knall im deutschen Rugby: Geldgeber Hans-Peter Wild droht dem Deutschen Rugby-Verband (DRV) massiv mit der unverzüglichen Einstellung seiner finanziellen Zuwendungen und Unterstützung durch die wichtige WILD Rugby Academy. Für die Fortsetzung seines Engagements machte der 76-Jährige in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mehr Professionalität beim DRV zur Bedingung.

Momentan jedoch stehen die Zeichen auf eine Beendigung der Kooperation. Die WRA "wird aufgelöst, die wird liquidiert. Wir beenden unser Engagement. Wir kommen noch unseren Verpflichtungen nach, wir zahlen den Spielern großzügige Abfindungen. Das ist mir ein Bedürfnis, denn es sind alles ordentliche Kerle. Aber wir hören auf", sagte Wild.

Aus seiner Sicht machen die Zusammenarbeit mit dem DRV und eine Förderung des Rugbys in Deutschland derzeit keinen Sinn mehr: "Es ist noch nicht lange her, dass ich für den DRV bürgen musste, weil er pleite war. Jetzt ist er wieder kurz davor. Ich hatte damals mehr als 50 Prozent der notwendigen Summe, etwa 80.000 Euro, gegeben, damit er weitermachen konnte. Es ist tiefstes Amateurtum."

Bereits Anfang des Jahres war zwischen der WRA und dem DRV ein Streit ausgebrochen. Nur für das wichtige WM-Qualifikationsspiel am Samstag (15.00 Uhr) in Heidelberg gegen Portugal gelang zur Wahrung der DRV-Chancen auf die erste WM-Teilnahme noch einmal eine kurzfristige Einigung.

Für einen Sinneswandel verlangt Wild vom Verband eine Professionalisierung. "Ich habe angeboten, in einer neuen Konstellation, mit einem Verband, der bereit ist, sich zu professionalisieren, jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren zwei Millionen Euro zu geben (...), wenn wir noch zwei, drei weitere große deutsche Unternehmen finden, die mitmachen", sagte der Mäzen und fügte an: "Das gilt nach wie vor."

Köln (SID)
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