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BMI und Sportausschuss fordern Freigabe der Millionen für Spitzensportreform

erstellt am 15.05.2018 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 15.05.2018 um 19:31 Uhr | x gelesen
Das Bundesinnenministerium und Vertreter aller Bundestagsfraktionen haben das Finanzministerium kritisiert.
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Der DOSB wartet weiterhin auf die Spitzensportförderung Der DOSB wartet weiterhin auf die Spitzensportförderung
Der DOSB wartet weiterhin auf die Spitzensportförderung
© 2018 SID

Das Bundesinnenministerium (BMI) und Vertreter aller Bundestagsfraktionen haben auf einer Sitzung des Sportausschusses am Dienstag das Finanzministerium dafür kritisiert, dass die vorgesehenen 18,9 Millionen Euro für die Umsetzung der Spitzensportförderung noch immer nicht freigegeben worden sind. Das Geld wurde vom Finanzministerium noch nicht bewilligt, weil die vollständige Umsetzung der Reform noch nicht erfolgt sei.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMI, Stephan Mayer, räumte zwar ein, dass man bei der mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vereinbarten und bereits angelaufenen Reform in Verzug sei. Gleichwohl gebe es schon jetzt Ergebnisse, die sich vorzeigen ließen. Der CSU-Politiker sprach sich daher für eine Mittelerhöhung "Zug für Zug" aus, statt erst am Ende der Umsetzung einen Mittelaufwuchs zu bewilligen.

Die Abgeordneten unterstützten die Forderung Mayers. Insbesondere die in den 18,9 Millionen Euro enthaltenen 2,6 Millionen Euro Trainerprämien müssten zur Verfügung gestellt werden, hieß es von Seiten der Union. Auch die SPD ist der Ansicht, dass die Mittelaufwüchse grundsätzlich benötigt werden. Allerdings müssten die erfolgten Schritte bei der Reform durch den DOSB nachvollziehbar dokumentiert werden. Es sei schließlich schwierig, Mittel zu gewähren, ohne zu wissen, "wo die Reise hingeht", erklärte ein SPD-Vertreter.

Nach Ansicht der Grünen ist es ferner eine Frage der Glaubwürdigkeit des Sportausschusses, dass die zur Schaffung einer unabhängigen Athletenvertretung zugesagten Gelder in Höhe von 225.000 Euro auch tatsächlich bewilligt werden. Sie sind derzeit nicht im Etat vorgesehen. In welcher Konstruktion und unter welchem Dach eine zukünftige unabhängige Athletenvertretung existieren könne, müssten die Gespräche der nächsten Wochen zeigen, betonte Stephan Mayer.

Insgesamt sind im Zweiten Regierungsentwurf im Jahr 2018 164,97 Millionen Euro für die Förderung des Spitzensports aufgeführt, ein Rückgang um rund 2,7 Millionen gegenüber dem Haushalt 2017 (167,69).

Berlin (SID)
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