Laut Informationen der Zeitung "Die Welt" hat sich die 19-Jährige am 16. Februar mit ihrem Biathlongewehr im Haus ihrer Eltern in Winterberg erschossen. Holger Wick, der Sportdirektor des Thüringischen Skiverbandes, habe die Information bestätigt. Die deutschen Biathletinnen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, darunter Laura Dahlmeier und Franziska Preuß, die jahrelang gemeinsam mit Pieper trainiert hatten, seien noch vor dem Massenstartrennen am vergangenen Dienstag informiert worden.

Julia Pieper war beim WSV Oberhof aktiv und besuchte dort auch das Skigymnasium. Die Nachwuchsbiathletin war im C-Kader des Deutschen Ski-Verbandes aktiv und war unter anderem bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2013 in Obertilliach dabei. "Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine tiefe Trauer. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei ihrer Familie und ihren Freunden", meldete der Deutsche Ski-Verband.

Die "Welt" berichtet, Pieper habe bereits in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt. Im Jahr 2010 sei sie mehrere Monate lang in einer Klinik am Chiemsee wegen ihrer Essstörungen behandelt worden. Ein Autounfall, bei dem Pieper aus ungeklärter Ursache gegen einen Baum gefahren war, habe bereits Anlass zur Sorge gegeben.