Montag, 16. Juli 2018
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Audi hat vor dem letzten Formel-E-Wochenende noch eine Titelchance

Spannendes Finale in New York

Neuburg
erstellt am 12.07.2018 um 22:10 Uhr
aktualisiert am 12.07.2018 um 22:12 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Ein Wochenende voller Finals: Während in Russland das Endspiel um die Fußball-WM ausgetragen wird und die Tennisstars in Wimbledon um den Titel kämpfen, geht die Formel E sogar mit einem Doppelfinale in ihr letztes Wochenende.
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Rennen mit Ausblick: Die Formel E gastiert in New York.
Rennen mit Ausblick: Die Formel E gastiert in New York.
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Neuburg
Die elektrische Rennserie beschließt ihre vierte Saison am Samstag (21.30 Uhr) und Sonntag (21 Uhr/jeweils Eurosport und im Livestream auf ZDFsport. de) mit zwei E-Prix in New York - und Audi hat dabei die Teammeisterschaft im Visier.

Während die Ingolstädter in ihrer ersten Saison als Werksteam in der Formel E die Titelverteidigung in der Fahrerwertung schon vor dem Finale abhaken mussten, beträgt der Abstand auf das führende Team Techeetah nur 33 Punkte. Und Audi kommt mit ordentlich Rückenwind in den Big Apple: Nach dem verpatzten Saisonanfang mit nur zwölf Punkten aus den ersten vier Läufen holten die Ingolstädter in den jüngsten vier Rennen 128 Zähler. Die vergangenen beiden E-Prix in Berlin und Zürich verbuchten Daniel Abt und Teamkollege Lucas di Grassi für sich. "Wir sind während des schwierigen Saisonauftakts cool geblieben und haben an uns geglaubt", sagt Teamchef Allan McNish. "Wir haben uns diese Chance an der Strecke und zu Hause in Neuburg hart erarbeitet - jetzt wollen wir sie natürlich auch nutzen. "

Als Favorit auf den Titel in der Fahrerwertung geht Jean-Éric Vergne (Techeetah) in das Rennen im Stadtteil Brooklyn. Der Franzose hat die Meisterschaft fast die gesamte Saison über angeführt und liegt vor dem Finale mit 163 Punkten an der Spitze. Nach seinem verpatzten Rennen vor vier Wochen in Zürich, als der ehemalige Formel-1-Pilot nur auf Rang zehn kam, ist die Meisterschaft aber wieder völlig offen. Der Brite Sam Bird (DS Virgin Racing) auf Rang zwei hat nach seinem zweiten Rang in Zürich nur noch 23 Punkte Rückstand. Zudem liegt die 2,373 Kilometer lange Strecke in der US-Metropole dem britischen Team: In der vergangenen Saison hatte sich DS Virgin Racing in New York beide Pole-Positions sowie beide Rennsiege gesichert. Wer auch immer am Ende vorne liegt - es wird im vierten Jahr der Formel E den vierten Champion geben.

Di Grassi, der 2016/17 mit dem Audi-Vorgängerteam Abt Schaeffler Audi Sport den Titel gefeiert hatte, liegt mit 101 Punkten auf dem dritten Platz und hat noch Chancen auf die Vizemeisterschaft. In den jüngsten fünf Rennen stand der Brasilianer jedes Mal auf dem Podest. "In der vergangenen Saison bin ich mit 23 Punkten Rückstand zu den beiden Finalrennen gekommen und konnte Sébastien Buemi noch überholen. Jetzt sind es 33 Zähler, die Daniel und ich an zwei Tagen gutzumachen haben - eine ganze Menge, aber nicht unmöglich", sagt der frischgebackene Vater eines Sohnes. Sein Teamkollege Abt, der in dieser Saison seine ersten beiden Siege feierte, folgt auf Rang sechs.

In der neuen Formel E-Saison, die am 15. Dezember im saudi-arabischen Riad startet, beginnt für die Serie eine neue Ära: Nicht nur, dass mit BMW ein zweiter deutscher Hersteller als Werksteam einsteigt, nach vier Saisons erhalten die Rennställe erstmalig neue Fahrzeuge. Die Boliden haben künftig mehr Leistung, zudem erhöht sich die Reichweite. Dadurch ist kein Autowechsel zur Rennmitte mehr nötig.


 
Julia Pickl
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