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Ingolstadt ist ab 1. Juni zum zweiten Mal nach 2009 Gastgeber für die Inlinehockey-Weltelite

Die WM rollt an

Ingolstadt
erstellt am 25.05.2012 um 22:03 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:25 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Von wegen Sommerpause! Es gibt Eishockeyspieler, die haben nach einer langen DEL-Saison und der Weltmeisterschaft immer noch nicht genug. Da kommt die Inlinehockey-WM in Ingolstadt gerade recht. Von 1. bis 7. Juni trifft sich die Weltelite zum Turnier in der Saturn-Arena.
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Ingolstadt: Die Inline Hockey WM rollt an
Kufenstars auf Rollen: Beim ersten WM-Gastspiel der deutschen Inlinehockey-Nationalmannschaft in Ingolstadt im Jahr 2009 gewann das Team von Bundestrainer Georg Holzmann die Bronzemedaille. Ab 1. Juni hofft das Team auf eine Wiederholung dieses Erfolgs.
Bösl
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Zum zweiten Mal ist Ingolstadt bereits Gastgeber. 2009 bei der Premiere sprang gleich die Bronzemedaille für das Team von Trainer Georg Holzmann heraus. Im übrigen der letzte Erfolg für den „Eisenschorsch“, wie der 51-jährige Pfrontener von seinen früheren Weggefährten genannt wird. Der 121-fache Eishockey-Nationalspieler führte als Inlinehockey-Bundestrainer sein Team bisher vier Mal (2002 und 2007 bis 2009) auf Platz drei.
 
„Wenn wir das wiederholen können, wäre es schon ein großer Erfolg“, meint Holzmann. Vor dem Turnier in Ingolstadt musste er nämlich eine Reihe von Absagen verkraften, sodass es für ihn nicht ganz leicht war, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. So gaben die beiden Mindelheimer Jochen (Torwart beim EHC München) und Patrick Reimer (bisher Torjäger der Düsseldorfer EG, jetzt Nürnberg Ice Tigers) Holzmann ebenso einen Korb wie die langjährigen Stützen Eduard Lewandowski (Atlant Mytischtschi), Boris Blank (Krefeld Pinguine) und Vitalij Aab (Nürnberg Ice Tigers). Vor drei Tagen musste er auch noch auf den Zweitligaspieler des Jahres, Fabio Carciola (Heilbronner Falken), verzichten, sodass der 51-Jährige nun einen bunt gemischten Kader aus Topstars wie Lokalmatador Thomas Greilinger und Nationalstürmer Michael Wolf (Iserlohn Roosters) bis hin zu einem 18-jährigen Nachwuchscrack wie Huba Sekesi (Tölzer Löwen) zur Verfügung hat.
 
DEL-Erfahrung bringen Torwart Jochen Vollmer, der 2005 als Aushilfsgoalie beim ERC Ingolstadt zum Pokalhelden wurde, die Defensivakteure, Ex-Panther Stephan Daschner (Hannover Scorpions), Christian Wichert (EHC München), Marian Bazany (Düsseldorfer EG) und die beiden Augsburger Patrick Seifert und Steffen Tölzer mit. Dazu kommen mit dem Füssener Florian Jung, der seine Eishockeykarriere schon 2009 beendet hat, und Daniel Menge (Kaufbeuren) zwei gelernte Stürmer dazu.
 
Den Angriff bilden neben dem Paradeduo Greilinger/Wolf, das auch bei den Germering Wanderers in der Deutschen Inlinehockey-Liga, spielt, der Ex-Ingolstädter Patrick Buzas (jetzt Nürnberg) sowie die Oberliga-Spieler Florian Engel (Erding), Stefan Ortolf (Deggendorf) und Maximilian Merkle (Halle/Saale). Als Golies agieren neben Vollmer der Augsburger Jungpanther Dennis Berger und der Sohn von Ex-Nationalkeeper Bernd Englbrecht, Maximilian Englbrecht (Erding).
 
„Ingolstadt macht für uns die WM zu etwas Besonderem. Einmal, weil 2009 eine Super-Atmosphäre herrschte, zum anderen, weil wir wissen, dass das Turnier hervorragend organisiert war und deshalb die Konkurrenz aus dem Ausland besonders stark sein wird. Die wollen nämlich dann alle dabei sein“, sagt Holzmann. Ab Pfingstmontag wird der Allgäuer deshalb sein Team zu einem Kurztrainingslager in Ingolstadt versammeln und am Mittwoch (18 Uhr) ein Testspiel gegen Neuseeland bestreiten.
 
Am 1. Juni trifft Deutschland dann zum Auftakt gleich auf Rekordweltmeister USA, am Tag darauf folgt die Partie gegen Kanada, und am Sonntag ist Slowenien der Gegner. Alle drei Spiele werden ab 20 Uhr ausgetragen. In der zweiten Gruppe des A-Pools (hier wird der Weltmeister ermittelt, im B-Pool qualifiziert sich der Sieger für die nächste A-WM) spielen Titelverteidiger Tschechien, der fünffache Weltmeister Schweden, Finnland und Aufsteiger Großbritannien gegeneinander. Am Dienstag, 5. Juni, beginnt dann mit dem Viertelfinale die Play-off-Runde. Das Finale steigt am Donnerstag, 7. Juni, um 19 Uhr.
 
„Nach dem Riesenerfolg 2009 freuen wir uns alle auf das Turnier. Wir haben auch schon im Vorverkauf das Interesse der Fans gespürt. Wer dieses Spektakel einmal gesehen hat, kommt sicher wieder“, sagt ERC-Pressesprecher Bernhard Enzinger, der mit dem Panther-Organisationsteam das Turnier begleiten darf.

 

Von Gottfried Sterner
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