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Said Azouzi tritt beim Ingolstädter Halbmarathon an, um seine eigene Bestmarke von 2013 zu knacken

Streckenrekord wackelt

Ingolstadt
erstellt am 24.04.2015 um 20:25 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:22 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Das erwartete Duell beim Ingolstädter Halbmarathon an diesem Samstag (17.30 Uhr) fällt aus: Nachdem Vorjahressieger Mitiku Soboka Tulu am Dienstag kurzfristig seinen Start absagte, gilt Said Azouzi als Topfavorit. Der Marokkaner peilt bei dem 21,1 Kilometer langen Rennen einen neuen Streckenrekord an.
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Ingolstadt: Streckenrekord wackelt
Flog vor zwei Jahren förmlich ins Ziel im Klenzepark: Said Azouzi verbesserte bei der 13. Auflage des Ingolstädter Halbmarathons seine eigene Bestmarke um 17 Sekunden auf 1:05:16 Stunden. An diesem Samstag gilt der Marokkaner erneut als großer Favorit auf den Sieg - Foto: Bösl
Ingolstadt

Azouzi ging vor zwei Jahren nicht nur wegen seiner neuen Bestmarke von 1:05:16 Stunden in die Geschichte des Ingolstädter Halbmarathons ein. Mit „I run Streckenrekord“ lieferte der klein gewachsene Marokkaner nach seinem Start-Ziel-Sieg auch eines der besten Zitate in der inzwischen 15-jährigen Geschichte der größten Lauf-Veranstaltung in der Region.

Ob der 34-Jährige am frühen Samstagabend erneut einen flotten Spruch auf Lager hat, wird sich freilich erst zeigen. Dass Azouzi in Ingolstadt aber als großer Favorit auf seinen dritten Sieg nach 2009 und 2013 gilt, daran gibt es keine Zweifel. Zumal mit Tulu (LAC Fürth) sein wohl schärfster Konkurrent am Dienstag seine Teilnahme an dem 21,1 Kilometer langen Rennen kurzfristig absagte. Statt seinen Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen, bereitet sich der Äthiopier auf die Deutsche Meisterschaft über 10 000 Meter am nächsten Samstag in Ohrdruf/Thüringen vor.

Seine starke Form stellte Azouzi am vergangenen Sonntag beim Halbmarathon in Kempten noch einmal unter Beweis. Bei teils widrigen äußeren Bedingungen lief der Marokkaner mit 1:06:22 Minuten die schnellste Zeit und blieb damit nur 66 Sekunden über seiner Rekordzeit in der Schanz. „Das war bei diesem Wind ganz schön hart“, sagte er im Ziel gegenüber den „Allgäuer Nachrichten“. Bei einer neuen Bestmarke in Ingolstadt winkt Azouzi, der erst am Samstag von einem Wettkampf aus Ungarn anreist, ein Preisgeld von 550 Euro.

Der einzig ernsthafte Konkurrent Azouzis dürfte nach Tulus Absage Hagen Brosius (MTV Ingolstadt) sein. Der gebürtige Berliner landete in den vergangenen beiden Jahren jeweils auf dem zweiten Platz. Im März sorgte der 26-Jährige mit seinem Sieg beim sogenannten „Braveheart-Battle“ für Aufsehen. Bei dem 28 Kilometer langen Extremlauf musste sich Brosius durch Matsch, eiskaltes Wasser und über Feuer kämpfen und war mit 2:42:57 Stunden der Schnellste.

Weitaus spannender dürfte die Entscheidung bei den Frauen werden. Denn mit Tina Fischl (LG Passau) und Kristin Möller (SC Delphin Ingolstadt) kommen zwei Läuferinnen für den Sieg infrage. Fischl geht nicht nur als amtierende Titelverteidigerin an den Start, sondern auch mit der Empfehlung einer neuen persönlichen Bestzeit. Noch nie lief die 39-Jährige die Halbmarathon-Distanz schneller als beim Rennen in Bad Füssing Anfang Februar, wo sie nach 1:17:24 Minuten ins Ziel kam.

Doch auch Möller bewies zuletzt, dass mit ihr zu rechnen ist. Beim Schanzer Seelauf über 10 600 Meter blieb die 31-Jährige am vergangenen Samstag mit 38:20 Minuten als erste Frau unter der 40-Minuten-Marke – obwohl sich die Triathletin mitten in der Vorbereitung auf den Ironman in Frankfurt (5. Juli) befindet. Vor rund vier Wochen erreichte die gebürtige Geraerin beim Ironman 70.3 (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) in Brasilien den fünften Platz.

Bei der 15. Auflage des Ingolstädter Halbmarathons werden wie in den vergangenen Jahren rund 3000 Athleten erwartet. Die Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet erwarten die Veranstalter sogar 6000 Sportler.

Von Julian Schultz
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