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Die Äthiopier Kedir Burka und Mitku Soboka Tulu gelten als Favoriten beim Ingolstädter Halbmarathon

Das unbekannte Duo

Ingolstadt
erstellt am 25.04.2014 um 19:59 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:24 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ohne Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Said Azouzi (Marokko) wird an diesem Samstag der Ingolstädter Halbmarathon ausgetragen. Die Favoriten kommen dennoch aus Afrika: die Äthiopier Kedir Burka und Mitku Soboka Tulu. Bei den Frauen will die Britin Felicity Milton ihren Triumph aus dem Vorjahr wiederholen.
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Was Franz Beckenbauer, Roger Federer oder Kobe Bryant in ihren Sportarten sind, das ist Haile Gebrselassie in seinem Heimatland – ein gefeierter Star. Der Äthiopier ist eine der schillerndsten und bekanntesten Figuren der Leichtathletikszene. Mit insgesamt 26 Weltrekorden, mehrfachen Olympiasiegen und Weltmeistertiteln füllt er die Geschichtsbücher aus wie kein anderer Langstreckenläufer. Beim Berlin-Marathon im vergangenen Jahr jubelten ihm 40 000 Läufer zu, als er den Startschuss für die bekannteste Laufveranstaltung Deutschlands gab. Kurzum: Der 41-Jährige stellt aufgrund seines Bekanntheitsgrades viele Sportler in den Schatten.

Ingolstadt: Das unbekannte Duo
Nachdem mit Said Azouzi (links) der Vorjahressieger an diesem Samstag beim Ingolstädter Halbmarathon nicht an den Start geht, wird die Startnummer 1 nicht vergeben. Ebenfalls fehlen wird Christian Dirscherl (Dritter von links), der das Rennen bereits zweimal gewinnen konnte. - Foto: Bösl
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So auch seine beiden Landsmänner Kedir Burka und Mitku Soboka Tulu, die an diesem Samstag (17 Uhr) als große Favoriten auf den Sieg beim Ingolstädter Halbmarathon gelten. „Ich kann sie nicht richtig einschätzen“, muss Organisator Roland Knoll gestehen. Und der Ingolstädter verfügt wahrlich über gute Kontakte in der Szene.

Tulu reist mit der Empfehlung von 1:04,30 Stunden über die 21,1-Kilometer-Marke, aufgestellt beim Halbmarathon in Dresden im vergangenen Jahr, in die Schanz. Der Äthiopier liegt damit 44 Sekunden unter Said Azouzis Streckenrekord, den er im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. „Diese Marke sollte aber dennoch nicht in Gefahr sein“, glaubt Knoll. Auch Burka dürfte die schnellste je gelaufene Zeit beim Ingolstädter Rennen nicht gefährden. Zwar gewann er im Vorjahr einen Halbmarathon in München, lag mit 1:12,30 Stunden aber deutlich über der Rekordmarke. „Ich denke, dass es trotz der beiden Äthiopier ein spannendes Rennen wird. Denn sie müssten schon an ihre Bestzeit herankommen, um sich deutlich gegen die Konkurrenten durchzusetzen“, sagt Knoll.

Ansprüche auf den Sieg kann auch Hagen Brosius anmelden. Der 25-Jährige lief im Vorjahr zwar mit deutlichem Abstand zu Azouzi ins Ziel im Klenzepark ein, seine Zeit von 1:09,12 Stunden kann sich aber durchaus sehen lassen. Der gebürtige Berliner tritt in diesem Jahr für den MTV Ingolstadt an und darf sich dabei wohl der Unterstützung der Zuschauer ebenso sicher sein wie Heiko Middelhoff (siehe Interview). Nach einem eher enttäuschenden vierten Platz im vergangenen Jahr will der 31-Jährige vom MTV Ingolstadt heuer wieder das Podest erklimmen. Miguel Ribeiro (Portugal), vor zwei Jahren auf dem zweiten Rang, zählt ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis. Mit Christian Dirscherl fehlt ein weiterer Athlet, der zu den Spitzenläufern gezählt werden muss. Der gebürtige Pörnbacher (Landkreis Pfaffenhofen) weilt aus beruflichen Gründen nach wie vor in den USA und kann damit seinen dritten Platz aus dem Vorjahr nicht wiederholen.

Dies wiederum hat Felicity Milton vor. Die 27-Jährige setzte sich im Vorjahr trotz zwischenzeitlicher Probleme in 1:23,32 Stunden ähnlich souverän wie Azouzi durch. Mit Tina Fischl wartet allerdings eine harte Konkurrentin auf die Britin. Die Niederbayerin (Fürstenstein) beeindruckte vor wenigen Tagen bei einem Halbmarathon im österreichischen Linz mit einer Zeit von 1:18,41 Stunden. Zum Vergleich: Der inzwischen zehn Jahre alte Streckenrekord von Eva Trost liegt bei 1:17,39 Stunden. Nicht ganz an dieses Niveau kommen die Lokalmatadorinnen Rita Brand (Kasing) und Andrea Tietz (Ingolstadt) heran. Zumal das Rennen für Brand wohl nur eine Generalprobe für die Bayerische Meisterschaft in einer Woche sein dürfte.

Von Julian Schultz
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