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DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll über den Wettkampf in Ingolstadt und ein mögliches Rennen in der Innenstadt

"Triathlon zum Zuschauer bringen"

Ingolstadt
erstellt am 03.06.2015 um 21:32 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:22 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der Ingolstädter Triathlon ist eine Erfolgsgeschichte: Bei der Premiere vor fünf Jahren gingen 1200 Athleten an den Start, bei der sechsten Auflage am Sonntag, 14. Juni, werden es 2500 Sportler sein. Der Wettkampf ist die fünftgrößte Veranstaltung in Deutschland.
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Ingolstadt: "Triathlon zum Zuschauer bringen"
Bekommen die Zuschauer in Ingolstadt im nächsten Jahr ein Bundesliga-Rennen zu sehen? DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll schließt das nicht aus. - Foto: Bösl
Ingolstadt

Matthias Zöll (Foto), Geschäftsführer der Deutschen Triathlon-Union (DTU), sprach gestern über die Entwicklung des Ingolstädters Triathlons und stellt ein mögliches Bundesliga-Rennen sowie eine Deutsche Meisterschaft der Spitzensportler in Aussicht.

 

Herr Zöll, wie erklären Sie sich die Erfolgsgeschichte des Ingolstädter Triathlons?

Matthias Zöll: Das ist durch die gute Arbeit erklärbar, die Gerhard Budy (Veranstalter, d. Red.) mit seinem ganzen Team, der Stadt und den Sponsoren leistet. Das sind die wichtigen Erfolgsfaktoren, dass sich ein Wettkampf über die Stadtgrenzen, die Landesgrenzen hinaus so entwickelt und bekannt wird.

 

War das auch ein Grund, dass in Ingolstadt in diesem Jahr erstmals die Deutsche Altersklassen-Meisterschaft ausgetragen wird?

Zöll: Wir waren schon seit ein, zwei Jahren in Gesprächen. Ingolstadt ist eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Mit der Unterstützung, die hier vorherrscht, sind wir sicher, eine tolle DTU-DM erleben zu dürfen. Und es ist sicher auch denkbar, zukünftig weitere DTU-Veranstaltungen hier auszutragen, wie ein Bundesliga-Rennen oder auch eine Deutsche Meisterschaft der Elite.

 

Wie konkret sind hier die Pläne?

Zöll: Das können wir jetzt noch nicht überblicken, wir werden nach der Veranstaltung, auch mit den verantwortlichen Einsatzleitern der DTU, in Austausch treten. Die gute Organisation und die Rahmenbedingungen habe ich schon angesprochen. Die örtlichen Voraussetzungen wären sicherlich gegeben. Es käme dann noch auf die Unterstützung seitens der Behörden an, welche Streckenführung beispielsweise machbar ist. Grundsätzlich steht dem nichts im Wege, aber wir haben natürlich auch weitere gute Bewerbungen.

 

Es gibt in Bayern kein einziges Bundesliga-Rennen. Erhöht das die Chancen Ingolstadts?

Zöll: Erst einmal sind wir froh, dass sich in Ingolstadt ein so tolles Triathlon-Event entwickelt hat. Die geografische Lage und eine entsprechende Ausgewogenheit der Bundesliga-Rennen ist ein Aspekt des Vergabeprozesses.

 

Veranstalter Gerhard Budy plant, im kommenden Jahr den Triathlon in der Innenstadt auszurichten. Ist das eine Voraussetzung, dass Ingolstadt den Zuschlag erhält?

Zöll: Wir sind diesbezüglich zwar nicht zu 100 Prozent festgelegt, aber unsere Wunschvorstellung ist natürlich, den Triathlon zum Zuschauer zu bringen. Das ist in der Innenstadt eben am besten möglich. Das beste Beispiel ist der Triathlon in Hamburg, der jedes Jahr hunderttausend Zuschauer begeistert.

 

Und wie realistisch ist eine DM der Elite in Ingolstadt?

Zöll: Gehen wir einen Schritt nach dem anderen. Wir freuen uns zunächst auf eine schöne Altersklassen-DM. Und wenn sich Ingolstadt um ein Bundesliga-Rennen bewirbt und die Organisatoren gemeinsam mit der Stadt ein passendes Konzept erstellen können, werden wir das bei der Vergabe genau prüfen. Eine Elite-DM wäre ein weiterer Schritt.

 

Das Gespräch führte

Julian Schultz (Foto: Kowalski).

Donaukurier
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