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Faris Al-Sultan und Sonja Tajsich gewinnen souverän über die olympische Distanz

Die Favoriten setzen sich durch

Ingolstadt
erstellt am 01.06.2014 um 22:08 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:23 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Einige große Namen hatten sich zum Triathlon in Ingolstadt angekündigt. Und sie enttäuschten nicht. Auf der Mitteldistanz und der olympischen Distanz setzten sich jeweils die Favoriten durch.
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Triathlon Ingolstadt 2011 - Faris Al-Sultan
Wieder ein großes Weizen für Faris Al-Sultan: Der Münchner gewann den Triathlon in Ingolstadt bereits zum dritten Mal.
Oliver Strisch (Archivfoto)
Ingolstadt

Über 2600 Triathleten versammelten sich gestern bei idealer Witterung rund um den Baggersee in Ingolstadt, um auf der Kurzstrecke, der olympischen Distanz und der Mitteldistanz auf Zeitenjagd zu gehen. Am Ende setzten sich auf der Mitteldistanz und der olympischen Distanz die durch, die man im Vorfeld auch vorne erwartet hatte.

Als erstes gingen um 8.45 Uhr jedoch die Teilnehmer der Kurzdistanz ins Rennen. 0,5 Kilometer Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen standen für die knapp 450 Athletinnen und Athleten auf dem Programm. Am Ende siegte Wolfgang Gleixner vom TSV Nittenau. Er erreichte das Ziel nach einer Zeit von unter einer Stunde. Bei den Damen setzte sich Dana Buchwalder vom SC Riesa Triathlon durch.

Auf der olympischen Distanz startete Faris Al-Sultan. Der 36-jährige Münchner gewann 2005 den Ironman auf Hawaii und ist einer der bekanntesten Namen der Deutschen Triathlon-Szene. Diesem Ruf wurde Al-Sultan auch in Ingolstadt gerecht. In einer Zeit von 1:54:43 setzte er sich gegen den Zweitplatzierten Christian Brader (TV Memmingen) durch, der 1:56:14 Stunden benötigte. Den dritten Platz sicherte sich Bastian Glockshuber vom TSV Neuburg in 1:59:26 Stunden.

Bei den Damen feierte Sonja Tajsich über die olympische Distanz einen souveränen Sieg. Die Regensburgerin verwies Lokalmatadorin Maria Paulig (LifePark Max Ingolstadt)in 2:08:13 auf den zweiten Platz. Paulig benötigte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen 2:14:12 Stunden. Weitere acht Minuten dahinter erreichte Theresa Wild als Dritte die Ziellinie.

Nach dem Rennen war Tajsich voll des Lobes über die Veranstaltung rund um den Ingolstädter Baggersee: „Alles ist super organisiert und die Strecken sind wunderschön.“ Der Sieg in Ingolstadt war für sie umso wichtiger, da ihre Saison bislang nicht optimal verlaufen war. „Ich hatte bislang mit einigen Verletzungen zu kämpfen, aber dieser Sieg stimmt mich für den weiteren Verlauf der Saison sehr positiv“, sagte Tajsich nach dem Rennen. Ihren Saisonschwerpunkt legt Tajsich in diesem Jahr auf den Triathlon in Frankfurt. „Dort möchte ich mich in bestmöglicher Verfassung präsentieren“, sagte die Regensburgerin.

Der wohl spannendste Wettkampf des Tages war das Rennen über die Mitteldistanz bei den Herren. Nach der ersten Laufrunde lagen die drei Führenden Jan Raphael, Florian Seifert und Per Bittner innerhalb einer halben Minute. Nur allmählich begann sich die Situation an der Spitze zu entzerren. Am Ende, nach zwei Kilometern Schwimmen, 77 Kilometern Radfahren und 21 Kilometern Laufen konnte sich der 34-jährige Jan Raphael als Sieger feiern lassen. Drei Stunden und knapp 33 Minuten benötigte er für die drei Disziplinen. Den zweiten Platz sicherte sich Per Bittner. Knapp zwei Minuten nach Raphael überquerte Bittner die Ziellinie. Nach 3:36:07 kam dann der Drittplatzierte Florian Seifert ins Ziel.

Für den Sieger Jan Raphael scheint das Rennen in Ingolstadt zu einer Art Lieblingsveranstaltung zu werden. Nach einem zweiten Platz im Vorjahr und dem Sieg vor zwei Jahren ist es die dritte Topplatzierung innerhalb von drei Jahren für den Hannoveraner. „Ich fühle mich hier einfach wohl und war auch gewiss nicht das letzte Mal hier in Ingolstadt“, sagte Raphael nach dem Rennen. Während des Rennens hatte er aber durchaus Probleme. „Ich hatte beim Schwimmen nicht das allerbeste Gefühl und auch auf dem Rad lief es nicht zu 100 Prozent“, sagte Raphael. Trotzdem war er natürlich zufrieden. „Die Streckenführung kam mir letztendlich dann entgegen. Ich bin froh, dass am Ende dann doch alles gut geklappt hat.“ Gut geklappt – dies trifft auch auf das Rennen von Top-Favoritin Yvonne van Vlerken zu. Die gebürtige Holländerin, die mittlerweile für Österreich startet, entschied das Rennen über die Mitteldistanz bei den Damen in dominanter Manier für sich. Am Ende trennten die Weltklasse-Triathletin, die nach einer Zeit von 3:53:32 ins Ziel kam, mehr als 13 Minuten von der zweitplatzierten Nicole Bretting vom MTV Pfaffenhofen. Den dritten Platz beanspruchte Katharina Grohmann (TWZ Koblenz) nach 4.13:55 für sich.

Van Vlerken, die bei ihrem Sieg auf der Langdistanz in Roth 2008 einen neuen Weltrekord aufstellen hatte können, war nach dem Rennen froh, dass ihr Rennen reibungslos über die Bühne gegangen war. „Ich hatte im Vorfeld Probleme mit der Schulter, doch heute hatte ich keine Schmerzen während des Rennens“, sagte van Vlerken nach dem Triathlon. Auch die 35-Jährige war voll des Lobes für den Ingolstädter Triathlon. „Die Strecken waren wirklich wunderschön. Ich habe mich sehr gefreut, hier zu starten“, sagte van Vlerken.

Von Johannes Heil
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