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Schrobenhausen Green Devils bereiten ihren Fans gegen den TV Passau richtig viel Spaß

Fast schon vergessene Momente

Schrobenhausen
erstellt am 20.03.2017 um 20:15 Uhr
aktualisiert am 20.04.2017 um 10:51 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Erleichterung, Freude, Euphorie: Die Stimmung nach dem fünften Saisonsieg war ausgelassen. Das 77:74 gegen den TV Passau darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Klassenerhalt für die Green-Devils-Basketballer noch unwahrscheinlicher geworden ist.
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Schrobenhausen: Fast schon vergessene Momente
Faszinierender Basketballsport: Lukas Bäumel (l.) und seine Schrobenhausen Green Devils wussten im Heimspiel gegen den TV Passau zu begeistern. - Foto: M. Schalk
Schrobenhausen

Da waren sie also wieder - diese Momente, die die Faszination Basketball in Schrobenhausen ausmachen und die in der laufenden Saison immer seltener geworden waren. Als Sebastian Ritzer im dritten Viertel gefoult wurde und den Dreier dennoch verwandelte, war das so ein Moment. Oder als der Green-Devils-Kapitän kurz vor dem Ende herangeflogen kam und den Wurf eines Passauers blockte - beziehungsweise als Timothy Spatschek die Schrobenhausener schon früher im Spiel mit seinem Dreier zum 32:31 erstmals in Führung gebracht hatte. Die Halle tobte wie zu besten Zeiten. In der spannenden Schlussphase hielt es endgültig kaum noch einen Zuschauer ruhig auf seinem Platz. "Die Stimmung war überragend - und wie erleichtert alle waren, hat man nach dem Match deutlich gemerkt", sagt Spatschek. "Kurzum, es war ein perfekter Basketballtag", so der Flügelspieler glücklich.

Spatschek hatte wenige Stunden zuvor schon mit der zweiten Green-Devils-Mannschaft den Klassenerhalt und damit zumindest eines der größten Saisonziele im Schrobenhausener Basketball geschafft. Dass dieser Erfolg mit der Regionalliga-II-Vertretung nicht gelingen dürfte, darüber darf der euphorisch gefeierte Heimsieg gegen den TV Passau nicht hinwegtäuschen. Das Vermeiden des Abstiegs in die Bayernliga ist nach dem vergangenen Spieltag nämlich nochmals ein bisschen unwahrscheinlicher geworden.

Zeitgleich schlug nämlich die BG Leitershofen/Stadtbergen in der 1. Regionalliga das Spitzenteam aus Bad Aibling mit 97:94 und hat damit drei Spieltage vor dem Saisonende zwei Siege Vorsprung auf die Abstiegszone. Für die Green Devils heißt das: Die Option, dass die zweite Mannschaft der Augsburger zwangsabsteigen muss und damit ein weiteres Team in der Endabrechnung hinter die Schrobenhausener zurückfällt, ist nun so gut wie ausgeschlossen. Nach der Niederlage der Regensburg Baskets in der Nordgruppe ist es stattdessen am wahrscheinlichsten, dass die Green Devils die Saison - vor den Regensburg Baskets, den Schanzer Baskets Ingolstadt und dem Post SV Nürnberg - als viertschlechtestes Team beider Regionalligen II abschließen. Was das bedeuten würde? Stand jetzt kann darüber nur spekuliert werden. Womöglich gibt es eine endgültige Entscheidung erst in ein paar Monaten, wenn feststeht, welche Teams überhaupt von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch machen.

Eine andere Option: Die Green Devils gewinnen die zwei restlichen Partien und überholen damit noch den TSV Jahn Freising und/oder Slama Jama Gröbenzell. "Alles ist möglich, aber ich rechne mir ehrlich gesagt keine besonders großen Chancen aus", sagt Spatschek vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft beim Tabellenführer OSB Hellenen München, der noch mindestens einen Sieg zum Aufstieg benötigt. "Das Selbstvertrauen, auch enge Partien für uns entscheiden zu können, ist mit dem Erfolg gegen den TV Passau jedenfalls wieder zurückgekehrt", so der 18-Jährige.

Ganz unabhängig vom Ausgang dieser Saison war es zweifelsohne positiv, wie sich das Green-Devils-Team am Samstag gegen die Niederlage stemmte und sich weder vom verkorksten Start (0:9) noch von der Passauer Aufholjagd kurz vor dem Ende - 69:69 nach einem 14-Punkte-Vorsprung der Green Devils - aus der Ruhe bringen ließ. Angeführt von Routiniers wie Ritzer, Claus-Jürgen Ludwig oder Thomas Assenbrunner, der seinen unermüdlichen Einsatz (in der ersten und zweiten Mannschaft) auch noch mit einem Cut über dem Auge bezahlen musste, kamen auch die jungen Talente immer besser in Schwung und sorgten mal wieder für besonders schöne Basketballmomente in Schrobenhausen. Momente, die es auch in Zukunft wieder deutlich öfter geben soll. Notfalls eben in der Bayernliga.

Das gegen den TV Passau erfolgreiche Green-Devils-Team: Juan Pablo Alanis Barrera (8 Punkte), Thomas Assenbrunner (9), Lukas Bäumel (12), Jonas Berlitz, Jonas Fiß, Lorenz Höllbauer, Claus-Jürgen Ludwig (20), Sebastian Ritzer (5), Timothy Spatschek (17), Uli Steiner (4), Andreas Wachinger und Thomas Wenger (2).

Von Matthias Vogt
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