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TSV Hohenwart muss beim SV Manching II vor allem auf Christopher Haas aufpassen

Einstiger Torwart mit großen Abschlussqualitäten

Hohenwart
erstellt am 12.10.2017 um 19:39 Uhr
aktualisiert am 28.10.2017 um 03:34 Uhr | x gelesen
Hohenwart (cbo) Wenn der TSV Hohenwart am Sonntagnachmittag bei der Landesligareserve des SV Manching antritt (Anstoß 15 Uhr), dann treffen die Paartaler auch auf einen äußerst ungewöhnlichen Spieler. Christopher Haas nämlich lehrt die Torhüter auf Kreisebene regelmäßig das Fürchten - und das, obwohl er selbst einmal Keeper war.
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Kreisliga Donau/Isar 1

In der Saison 2015/16 war der 26-Jährige noch die Nummer eins des damaligen Bayernligisten VfB Eichstätt gewesen. Dann aber wechselte er zurück zu seinem Heimatverein - und dort vom Torverhinderer zum Knipser. "Respekt vor Christopher, das ist beeindruckend", zollt Hohenwarts Spielertrainer Roland Baumgärtner Haas größten Respekt. Denn dieser schoss den SV Manching II mit 28 Treffern aus 26 Partien nicht nur zum Meistertitel 2016/17 der Kreisklasse Donau/Isar II, wodurch er nebenbei auch zum Torschützenkönig wurde. Nein, auch in der aktuellen Saison sorgt der Ex-Keeper für Furore: Neun Tore in neun Spielen - so die aktuelle Bilanz des 26-Jährigen, der übrigens laut Baumgärtner in der Hohenwarter Elf nicht diese Ausbeute hätte: "Manching II ist spielerisch sehr stark, Christopher beim Abschluss im Strafraum eiskalt. Diese Spielweise haben wir nicht so, bei uns würde er deutlich weniger Kisten machen."

Der 34-Jährige muss es wissen, kennt er Haas doch extrem gut. "Wir sind Arbeitskollegen - und ich habe ehrlich gesagt überhaupt keine Lust darauf, dass er mir am Montag mit einem Grinsen im Büro begegnet", sagt Baumgärtner schmunzelnd: "Christoph soll einfach an diesem Wochenende Pause machen, danach darf er dann gerne wieder knipsen."

Dass die Landesligareserve nach ihrem Aufstieg im Sommer aktuell in der Kreisliga Donau/Isar 1 eine gute Rolle spielt, dies war dem Hohenwarter Spielertrainer früh klar. "Der SVM II besitzt eine junge Truppe, die einen guten Fußball bietet", so der 34-Jährige über den sonntägigen Gastgeber, der nach einem 3:1-Erfolg beim FC Hepberg bereits Tabellenfünfter ist - mit stolzen 16 Zählern auf dem Konto.

Fünf Punkte weniger haben die Paartaler bislang gesammelt, Tabellenplatz zehn bedeutet dies. Drei Niederlagen und nur ein Remis gab es für den TSV in den jüngsten vier Partien - und trotzdem bleiben sie in Hohenwart einigermaßen gelassen. Die aktuelle Phase sei schließlich erklärbar, denn zu viele Verletzte stünden momentan nicht zur Verfügung. "Die Alarmglocken läuten nicht. Wir wissen, dass wir jedes Team in dieser Liga schlagen können wenn wir einigermaßen vollzählig sind", so Baumgärtner, der dies freilich nicht als Alibi verstanden haben möchte: "Wir sollten schon noch ein paar Punkte bis zur Winterpause holen. Auch wenn es momentan bei uns personell der vergangenen Saison ähnelt, will ich nicht, wie in jener, ganz hinten reinrutschen."

Für Sonntag bleibt die Lage bei den Hohenwartern angespannt. Immerhin kehren mit Sebastian Herker und Florian Finkenzeller zwei Spieler zurück - und mit jenen soll vor allem die Anfangsphase besser gestaltet werden. "Wir liefen zuletzt oft einem Rückstand hinterher, das wollen wir in Manching mit aller Macht verhindern", sagt Spielertrainer Baumgärtner klipp und klar.

Von Christian Bork
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