Donnerstag, 15. November 2018
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FC Gerolsbach hat den TSV Friedberg lange im Griff, steht am Ende aber wieder mit leeren Händen da

Einfach nicht konsequent genug

Gerolsbach
erstellt am 09.09.2018 um 22:44 Uhr
aktualisiert am 25.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Gerolsbach (SZ) "Heute hätten wir wirklich die Chance gehabt, Punkte aus Friedberg mitzunehmen", trauert der Gerolsbacher Fußballabteilungsleiter Herbert Krobath all den schönen Chancen nach, die seine Kicker gestern nicht in Tore verwandeln konnten. Und weil sie sich auch ein paar grobe Schnitzer in der Abwehr leisteten, mussten sie erneut eine Niederlage hinnehmen.
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In den wichtigen Momenten einfach präsenter: So wie sich hier Marcel Pietruska gegen die Gerolsbacher Thomas Plöckl (l.) und Alexander Gräf (r.) durchsetzt, erwiesen sich seine Friedberger gestern ganz allgemein als cleverer. Nun sind sie Tabellenführer.
In den wichtigen Momenten einfach präsenter: So wie sich hier Marcel Pietruska gegen die Gerolsbacher Thomas Plöckl (l.) und Alexander Gräf (r.) durchsetzt, erwiesen sich seine Friedberger gestern ganz allgemein als cleverer. Nun sind sie Tabellenführer.
H. Steurer
Gerolsbach
Kreisliga Ostschwaben
Das Positive am 1:3 in Friedberg sieht Krobath freilich auch: "Das war auf jeden Fall eine Leistungssteigerung." So ließen die Gerolsbacher nach dem frühen Führungstreffer der Gastgeber durch Marcel Pietruska (3.) - der den Ball nur noch einschieben musste, nachdem zuvor Fränki Rajc gleich vier FCG-Spieler genarrt hatte - nicht den Kopf hängen, im Gegenteil: "Wir haben uns schon gewehrt", berichtet Krobath. Nachdem Schlussmann Sebastian Ickes einen Rajc-Schuss um den Pfosten gelenkt hatte (10.), kamen die Gäste immer besser ins Spiel. In der 24. Minute setzte sich Johannes Mahl auf der linken Seite durch, spielte auf Sebastian Limmer, und der sorgte aus acht Metern für den verdienten Ausgleich.

Und jetzt hätten die Gerolsbacher vorlegen könne. Nach einem Freistoß von Sebastian Waltl kam auf einmal Thomas Plöckl frei vor dem Friedberger Tor zum Schuss, doch er zielte etwas zu hoch (30.). Wenig später ging ein 16-Meter-Schuss von Limmer knapp links vorbei, und auch in der 39. Minute hofften die Gerolsbacher Fans unter den rund 80 Zuschauern vergeblich auf den Führungstreffer, als Roman Redl auf das Tor zulief, aber keinen vernünftigen Abschluss zustande brachte. In dieser Phase hatten auch die Friedberger mindestens einmal den Führungstreffer auf dem Schuh, als Rajc am Gerolsbacher Außenpfosten scheiterte. Für Krobath ist dennoch klar: "Wir haben's in dieser Phase versäumt, das 2:1 nachzulegen."

Auch in der zweiten Hälfte kamen beide Mannschaften zu guten Torchancen, mit einem Übergewicht aufseiten der Gäste. Während Ickes den Gerolsbacher Kasten bei den Angriffen der Friedberger sauber hielt, zögerte auf der Gegenseite Redl zu lange mit dem Abschluss (77.) und traf der kurz zuvor eingewechselte Sven Böhm im Fünfmeterraum den Ball nicht richtig (80.).

Dann starteten die Friedberger einen Gegenzug. Ein langer Ball segelte in die Gerolsbacher Hälfte, und den ergatterte sich mit freundlicher Hilfe von drei FCG-Verteidigern, die das Leder nicht unter Kontrolle brachten, Marcel Pietruska, der Sebastian Ickes zum 2:1 überwand. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die Gerolsbacher gaben nun zwar nicht auf, waren aber doch merklich frustriert und kamen zu keiner guten Torchance mehr. Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Marko Mladenovic mit dem 3:1 für Friedberg in der Schlussminute, einem Glückstreffer aus 35 Metern über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Ickes.

Während die Friedberger nach der unerwarteten Niederlage des SC Griesbeckerzell in Münster der neue Tabellenführer der Kreisliga Ostschwaben sind, rutscht der FC Gerolsbach immer tiefer in den Tabellenkeller. Bereits am kommenden Samstag hat der FCG nun die Möglichkeit, sich ein wenig Luft zu verschaffen. Dann kommt der Tabellenvierte BC Rinnenthal nach Gerolsbach. "Wir müssen hinten wieder sicherer stehen", fordert Krobath. Und wenn dann auch noch die Chancen besser genutzt werden als in Friedberg, sollte doch mal wieder ein Erfolgserlebnis drin sein.
Bernd Hofmann
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