Dienstag, 18. Dezember 2018
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0:0 gegen 1. FC Nürnberg II: FC Pipinsried beendet am Freitagabend seine bisherige Niederlagenserie

Ein redlich verdientes Unentschieden

Pipinsried
erstellt am 10.08.2018 um 22:49 Uhr
aktualisiert am 27.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pipinsried (SZ) Immerhin, der erste Regionalliga-Saisonpunkt für die Fußballer des FC Pipinsried ist unter Dach und Fach. Mehr noch: Das 0:0-Unentschieden zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg II kam am Freitagabend nicht etwa glücklich zustande, sondern war absolut verdient.
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Wieder einmal ein Vorbild in Sachen Kampf und Einsatz: Pipinsrieds Kapitän Thomas Berger (r.).
Wieder einmal ein Vorbild in Sachen Kampf und Einsatz: Pipinsrieds Kapitän Thomas Berger (r.).
Foto: H. Kramer
Pipinsried
"Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist damit gemacht, darauf können wir aufbauen", so der erste Kommentar von FCP-Cheftrainer Fabian Hürzeler unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Natürlich, nach vier Pleiten in den vier ersten Saisonpartien fühlte sich dieses Remis zunächst einmal gut an. "Aber mit etwas Glück hätte es auch mehr sein können", meinte Kapitän Thomas Berger.

In der Tat war vor rund 300 Zuschauern kaum zu erkennen, welches der beiden Teams mit null Zählern auf dem Konto in die Partie gegangen war und welches mit vier Siegen nach vier Matches. So startete der FCP von Beginn an selbstbewusst, wollte mitkicken - und sich gegen die technisch versierten Nürnberger nicht nur rein auf den Kampf beschränken. "Uns war klar, dass es ein kompliziertes Spiel wird", so Reiner Geyer, der Cheftrainer des FCN II: "Wir wussten, dass da in Pipinsried ein Gegner ist, der gut verteidigen und gut kontern kann. Daher sind wir nach den 90 Minuten zufrieden mit dem einen Punkt, wir nehmen ihn gerne mit."

Ja, gerade in der Defensive hinterließen die heimischen Gelbblauen diesmal einen gefestigten Eindruck - getreu der Marschroute, die Hürzeler vor dem Anpfiff herausgegeben hatte ("Die Null genießt oberste Priorität"). So blieben klare Chancen der Nürnberger absolute Mangelware - wobei dem FCP dem FCP in zwei entscheidenden Situationen auch ein bisschen das Glück des Tüchtigen zur Seite stand. In der 21. Minute etwa klatschte eine tolle 20-Meter-Volleyabnahme von Issaka Mouhaman lediglich an den rechten Innenpfosten der Platzherren - und in der Nachspielzeit wirkte dann der allein auf den Pipinsrieder Kasten zusteuernde Cedric Euschen nicht zielstrebig genug, wodurch er von Berger doch noch im letzten Moment abgefangen wurde

Auf der anderen Seite agierten die Gelbblauen auch immer wieder mutig nach vorne. Vor allem nach dem Seitenwechsel schafften sie es immer wieder, den hohen Favoriten aus Nürnberg in Verlegenheit zu bringen - mit Mut, Fleiß, tollem Kampfgeist, aber auch feinem Spielwitz. Für Letzterwähnten waren hauptsächlich Marian Knecht und Rückkehrer Kasim Rabihic verantwortlich - ein ideenreiches Offensivduo, das dem FCP noch viel Freude bereiten könnte.

Das einzige Pipinsrieder Manko an diesem Freitagabend: Sie belohnten sich nicht komplett für ihren starken Auftritt. "Gerade in der Phase gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätten wir das 1:0 machen müssen", bestätigte Hürzeler traurig. Chancen hierfür wären in der Tat vorhanden gewesen. So verpassten sehenswerte Distanzschüsse von Rabihic gleich mehrmals das Ziel nur knapp (52./62./75.), Christoph Burkhard zielte ebenfalls nur um wenige Zentimeter zu ungenau (60.) - und Knecht wurde im letzten Moment gerade noch abgeblockt (64.).

"Von daher kann man schon sagen, dass das Remis gerecht war", gab Gästecoach Geyer zu - obwohl die Seinen insgesamt vielleicht doch den etwas feineren Fußball spielten. Nur was ist der eine Punkt für die Piinsrieder nun wert? "Es ist auf jeden Fall schön, dass er endlich da ist. Jetzt kann es so richtig losgehen", so Kapitän Berger erleichtert. Dass sein Team auch in der neuen Saison wieder absolut regionalligatauglich sei, hieran gibt es für ihn keinerlei Zweifel: "Wenn wir im Fluss sind, dann können wir mit jedem Gegner mithalten. Jetzt müssen wir eben nur noch komplett in den Fluss reinkommen."
Roland Kaufmann
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