Dienstag, 16. Oktober 2018
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Amar Cekic vom FC Pipinsried feiert am Samstagnachmittag ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub

Dribbelstarker "Straßenfußballer"

Pipinsried
erstellt am 11.10.2018 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 14.10.2018 um 14:34 Uhr | x gelesen
Pipinsried (SZ) Acht Heimspiele in Liga und Pokal, aber noch kein Sieg: Gegen den FC Memmingen versucht der FC Pipinsried am Samstag (16 Uhr) aufs Neue, diese Bilanz zu verbessern. Vor allem für einen Neuzugang ist die Partie eine ganz besondere.
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Topvorlagengeber in der Regionalliga Bayern: Amar Cekic (l.) hat schon sieben Assists auf seinem Konto.
Topvorlagengeber in der Regionalliga Bayern: Amar Cekic (l.) hat schon sieben Assists auf seinem Konto.
H. Kramer
Pipinsried
Regionalliga Bayern
Dass Amar Cekic schon nach 14 Regionalligaspieltagen mehr Einsätze hat (14) als in der kompletten Vorsaison (zwölf), ist natürlich kein Zufall, sondern hat grob zusammengefasst mit zwei verschiedenen Faktoren zu tun: Zum einen hatten die Verantwortlichen beim FC Memmingen im Abstiegskampf der Vorsaison kaum auf den Kreativspieler gesetzt. Zum anderen traf Cekic bei seinem neuen Verein auf einen Trainer, den er vorher schon gut kannte, der ihn jetzt fördert und weiterentwickelt. Als "mit Abstand besten Trainer", den er je hatte, bezeichnet der 25-Jährige deshalb Fabian Hürzeler. An seinem eigenen Beispiel könne man ganz gut sehen, "dass der Fabi jeden Spieler besser machen kann", betont Cekic.
Tatsächlich sind alleine die Zahlen des Deutsch-Bosniers aussagekräftig - nicht nur die vielen Einsatzminuten (schon jetzt fast doppelt so viele wie 2017/18), sondern auch noch eine weitere Statistik: 16 Tore hat der FC Pipinsried bislang erzielt, fast die Hälfte (sieben) davon hat Cekic vorbereitet - was ihn derzeit sogar zum besten Vorlagengeber der gesamten Regionalliga macht. "Natürlich braucht man dazu auch immer Mitspieler, die die Tore machen", sagt Cekic bescheiden, betont aber auch: "Ich spiele momentan guten Fußball. Es macht Spaß, und ich bin nach meinem Wechsel zufrieden."
Zumindest, was die eigene Leistung betrifft. "Aber das Wichtigste", sagt Cekic, "ist natürlich die Mannschaft, und da müssten wir mit unserem Potenzial noch viel besser dastehen." Der dribbelstarke Typ "Straßenfußballer" Cekic steht dabei auch ein bisschen für beide Seiten des FC Pipinsried: ansehnliche Spiele, technisch versierte Akteure auf der einen, aber oft auch zu wenig Effektivität und eine zu instabile Defensive auf der anderen. "Natürlich kommen die Zuschauer auch wegen spektakulärer Aktionen", sagt der 25-Jährige und betont: "Aber nur durch Schönheit gewinnt man eben nichts."

Dass mit Manfred Bender nun ein zusätzlicher Trainer in Pipinsried das Sagen hat, der mehr Wert auf defensive Stabilität legt, sei vor allem für Spielertypen wie ihn "etwas ungewohnt", sagt Cekic. "Doch sechs Punkte aus drei Partien sprechen ja für sich. Vielleicht ist diese Mischung aus den beiden Trainern ja genau das richtige für uns", vermutet er.
Cekic, der in den vergangenen Jahren viel herumgekommen ist - der unter anderem bei Rot-Weiß Essen, den Stuttgarter Kickers oder kurzzeitig sogar beim spanischen Zweitligisten CA Osasuna unter Vertrag gestanden hatte - trifft am Samstag nun also auf seinen Ex-Verein. Die Kontakte zu Teilen der Memminger Mannschaft seien nach wie vor gut, die Erinnerungen an die Vereinsführung dagegen vorsichtig ausgedrückt nicht besonders. "Ich würde schon gerne ein Zeichen setzen, ganz nach dem Motto: Ihr habt einen Fehler gemacht, nicht auf mich zu setzen", sagt er. Davon, dass Cekic dieses Vorhaben am Samstagnachmittag in die Tat umsetzt, würden sie in Pipinsried nur allzu gerne profitieren.
Matthias Vogt
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