Sonntag, 19. August 2018
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SV Karlshuld nach bitterer 3:4-Pleite gegen den SV Kasing nur mehr ein Kreisklassist

Das schier Undenkbare ist eingetreten

Buxheim
erstellt am 14.06.2018 um 22:53 Uhr
aktualisiert am 30.06.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Buxheim (rks) Fassungslosigkeit pur in der Donaumoosmetropole Karlshuld: Ihr SVK muss runter in die Niederungen der Kreisklasse - erstmals seit über 60 Jahren.
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Kaum zu begreifen: Der SV Karlshuld ist aus der Kreisliga Donau/Isar I abgestiegen.
Kaum zu begreifen: Der SV Karlshuld ist aus der Kreisliga Donau/Isar I abgestiegen.
Foto: R. Lüger
Buxheim
Über 1000 Zuschauer waren bei der finalen Relegationspartie in Buxheim live dabei. Und jeder, der sich für ein Daheimbleiben entschieden hatte, der verpasste etwas. Beziehungsweise jeder, der zu spät kam - denn keine 60 Sekunden nach dem Anpfiff lag die Kugel erstmals im Kasinger Netz: 1:0 für den SV Karlshuld durch Patrick Palfy. Was für ein Auftakt also für die Mösler, dessen Spielertrainer Peter Krzyzanowski seine Anfangsformation im Vergleich zur sonntägigen 1:3-Schlappe gegen Croatia Großmehring lediglich auf einer Position verändert hatte (Halil Samsa für Pascal Sladkowski).

Das frühe Führungstor hätte den Grünschwarzen eigentlich Sicherheit geben können - und ihren Gegner aus dem Köschinger Ortsteil zusätzlich durcheinanderbringen. Aber nach zehn Minuten war der Vorteil schon wieder dahin - weil Deniz Tasgin nun genau richtig stand und für den bisherigen Kreisklassisten per Abstauber ausglich. Kurze Zeit später drehte Christoph Noll das Match sogar komplett (16.), im Lager der Mösler ging dementsprechend immer mehr die Angst um.

Was für ein Spektakel, was für ein Abend der offenen Tore! In der 32. Minute fiel bereits Treffer Nummer vier in Buxheim - diesmal durch Krzyzanowski. Also alles wieder ausgeglichen - und alle, die es mit dem SV Karlshuld hielten, atmeten erleichtert auf. Aber dummerweise aus ihrer Sicht durften sie das nur bis kurz vor dem Halbzeitpfiff tun (40.) - denn dann netzte Spielertrainer Fabian Reichenberger zum 3:2 des eigentlichen Außenseiters aus Kasing ein, der in der Vorwoche ja noch mit 2:3 nach Verlängerung gegen die Mösler verloren hatte. Warum er jetzt, an diesem 14. Juni, trotzdem eine zweite Aufstiegschance gegen die Grünschwarzen bekam? Nein, den Relegationsrundenmodus im Fußballkreis Donau/Isar muss man nicht wirklich verstehen.

Genauso wenig wie die Tatsache, dass sich sich die Karlshulder gestern Abend gleich zwei Feldverweise innerhalb von nur 180 Sekunden einhandelten. So sah Johannes Mamo Gelb-Rot (65.), Florian Walter wegen Meckerns gar Rot (68.). Trotzdem glichen die Mösler durch Palfy nach Vorarbeit von Claudio Maritato zum 3:3 aus (79.) - mit zwei Mann in Unterzahl, was an ein kleines Fußballwunder grenzte.
 
Wobei auch das am Ende nutzlos war, denn in der 89. Minute holte Waldemar Paul völlig unnötig Noll von den Beinen, Schiedsrichter Christian Keck (FC Grünbach) deutete sofort auf den Elfmeterpunkt - und ausgerechnet der Ex-Karlshulder Reichenberger verwandelte den Strafstoß eiskalt zum entscheidenden 4:3. Der Rest: Nur noch Entsetzen, Trauer und Tränen im Lager der Mösler.
 
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