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Am Mittwochabend um exakt 21.16 Uhr steht fest: SV Echsheim hat Aufstieg in die Kreisliga verpasst

Bittere Gewissheit nach Elfmeterschießen

Gebenhofen
erstellt am 13.06.2018 um 23:20 Uhr
aktualisiert am 29.06.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Gebenhofen (SZ) Zwei Relegationspartien zuvor waren vom SV Echsheim gewonnen worden. Aber als es gestern Abend um alles ging, als definitiv der letzte Platz in der Kreisliga Ostschwaben ausgespielt wurde, da versagten dem Verein aus dem Markt Pöttmes gnadenlos die Nerven - und er verlor mit 4:5 nach Elfmeterschießen gegen den TSV Firnhaberau.
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Unsanft gestoppt: Für Bastian Baumgärtner (l.) und seinen SV Echsheim lief es gestern Abend nicht nach Wunsch, am Ende durfte nur der TSV Firnhaberau mit Jürgen Hubertus (r.) jubern.
Unsanft gestoppt: Für Bastian Baumgärtner (l.) und seinen SV Echsheim lief es gestern Abend nicht nach Wunsch, am Ende durfte nur der TSV Firnhaberau mit Jürgen Hubertus (r.) jubern.
Foto: S. Kerpf
Gebenhofen
Als Michael Buchhart die Kugel um exakt 21.16 Uhr an den linken Pfosten knallte, war der große Traum des SVE endgültig dahin. Der tragische Held sank sofort im Strafraum zu Boden, seine Teamkollegen taten's im Mittelkreis. Die harte Arbeit von einem kompletten Spieljahr - sie bleibt aus Echsheimer Sicht unbelohnt. Auf ein Neues also in der Kreisklasse Neuburg.

Denis Buja wird dann nicht mehr dabei sein, er verlässt den Klub bekanntermaßen in der Sommerpause und heuert beim SV Münster als Spielertrainer an. Natürlich, der Torjäger hätte sich liebend gerne mit dem Aufstieg verabschiedet - jetzt jedoch bleibt von ihm in Erinnerung, dass er seinen allerletzten Schuss für den SVE fahrlässig versemmelte. Ja, auch Buja scheiterte im abschließenden Elfmeterschießen - und wie er den Ball dabei in die Mitte platzierte, wirkte fast schon arrogant. Firnhaberaus Keeper Manuel Häusler fiel jedenfalls nicht darauf rein, sondern parierte. Der Anfang vom Echsheimer Ende war somit gekommen. Die zuvor gute Ausgangsposition des SVE - TSV-Akteur Steven Fendt hatte gleich zu Beginn der alles entscheidenden Nervenschlacht die Kugel hoch über den Querbalken gejagt: mit einem Schlag dahin.

Zugegeben ist's in erster Linie Pech, wenn man nach einem Elfmeterschießen den Aufstieg verpasst. Allerdings müssen sich die Echsheimer doch auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie in den 120 Spielminuten zuvor herzlich wenig riskierten. So brachte es der SVE fertig, in der gesamten ersten Halbzeit kein einziges Mal nennenswert auf das Firnhaberauer Gehäuse zu schießen. Wenigstens war in der eigenen Defensive auf Schlussmann Peter Bauer Verlass, der zweimal gegen Alexander Schaller sensationell rettete (23./28.).

Im zweiten Durchgang wurden die Echsheimer zumindest ansatzweise mutiger, die besseren Chancen besaß aber weiterhin der Gegner aus dem Augsburger Stadtteil. So hätte Dijeme Faye eigentlich zwingend das 1:0 erzielen müssen, als er mutterseelenallein auf den Echsheimer Kasten zusteuerte - aber der pfeilschnelle Angreifer zielte am langen Eck vorbei (52.).

Der Rest ist dann schnell erzählt: Beide Seiten konzentrierten sich vor allem darauf, keinen Fehler zu machen - entsprechend langweilig und niveauarm verlief die Partie vor immerhin rund 1100 Zuschauern. Wirklich spannend wurde es erst im Elfmeterschießen, als es schön langsam bereits dunkel wurde in Gebenhofen. Und eben exakt um 21.16 Uhr gingen für den SV Echsheim tatsächlich die Lichter aus.
 
Roland Kaufmann
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