Dienstag, 19. Juni 2018
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FC Ehekirchen bleibt bei schwäbischer Futsal-Endrunde sieglos

Aus nach der Gruppenphase

Günzburg/Ehekirchen
erstellt am 14.01.2018 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 30.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Günzburg (SZ) Der Schwäbische Futsalmeister 2018 - beheimatet in Oberbayern? Das wäre zweifellos eine witzige Sache gewesen.
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Erstmals im Trikot des FC Ehekirchen: Keeper Tomas Ruhland (vorne) genoss die Spiele in Günzburg, auch wenn er mit seinem neuen Verein dann den Einzug ins Halbfinale verpasste.
Erstmals im Trikot des FC Ehekirchen: Keeper Tomas Ruhland (vorne) genoss die Spiele in Günzburg, auch wenn er mit seinem neuen Verein dann den Einzug ins Halbfinale verpasste.
S. Kerpf
Günzburg/Ehekirchen
Aber es kam nicht dazu, denn der FC Ehekirchen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen war bei der Endrunde in Günzburg komplett chancenlos. Die Schwarzweißen stellten sogar das einzige Team, das am Samstag ohne jeden Sieg blieb.

Zugegeben: Der FCE war nicht als großer Titelfavorit an den Start gegangen, bereits die reine Qualifikation für das Finalturnier war ein Riesenerfolg für ihn gewesen. Aber gerade seine 1:2-Auftaktniederlage gegen den TSV Diedorf, den momentanen Tabellendrittletzten der Fußball-Kreisliga Augsburg, tat dann schon weh - erst recht nach einer eigenen 1:0-Führung durch Simon Schmaus (9.). Maximilian Mayer (11.) sowie Benedikt Wellkamp (14.) wendeten das Blatt doch noch zugunsten des Außenseiters.

Ähnlich verlief der zweite Auftritt der Ehekirchener Kicker vor knapp 700 Zuschauern in Günzburg: Auch gegen den aktuellen Spitzenreiter der Bezirksliga Nord, den TSV Gersthofen, erzielten sie den ersten Treffer der Partie - um am Ende erneut mit 1:2 das Nachsehen zu haben. Diesmal glänzte Maximilian Jahner als Torschütze für die Schwarzweißen (11.) - allerdings bereits 180 Sekunden später hatten Niklas Kratzer und Christoph Wagemann den Spieß zu Ungunsten des FCE umgedreht.

Hierdurch stand fest: Nur bei einem abschließenden Vorrundensieg gegen den TSV Ottobeuren, den zurzeit Zweitplatzierten der Kreisliga Allgäu Mitte, hätten die Ehekirchener noch ins Halbfinale einziehen können. Und ja, die Mannen um Spielertrainer Simon Schröttle mühten sich auch - bloß nach sechs Minuten gerieten sie trotzdem durch An-dré Michels mit 0:1 in Rückstand. Dank Fabian Scharbatke reichte es zwar noch zum Ausgleich (14.), aber zu mehr nicht. Der FCE war somit Tabellenletzter der Gruppe B - und dadurch ebenso vorzeitig aus dem Rennen wie der TSV Diedorf. In der Gruppe A mussten der BSK Olympia Neugablonz und der SC Bubesheim nach der Vorrunde die Segel streichen.

Weiterhin im Rennen befanden sich hingegen die beiden Turnier-Topfavoriten, nämlich der FC Stätzling sowie Türkspor Augsburg aus der Landesliga Südwest. Und sie dachten auch nicht daran, im Halbfinale zu stolpern - sehr zum Pech des TSV Ottobeuren (1:4 gegen den FCS) beziehungsweise des TSV Gersthofen (2:5 gegen Türkspor). Aber dafür bekam die Schwäbische Futsalmeisterschaft 2018 am Ende ihr Traumfinale.

Und siehe da: Das Endspiel hielt dann sogar, was alle von ihm erhofft hatten - denn es bot jede Menge Spannung, Dramatik sowie gleich sieben Tore. Die Stätzlinger erzielten übrigens vier davon, wodurch der begehrte Titel erstmals in ihrer Vereinsgeschichte an sie in den Landkreis Aichach-Friedberg ging.

Nochmals zurück zum FC Ehekirchen. Auch bei ihm sah man durchaus auch zufriedene Gesichter, stellvertretend hierfür sei Tomas Ruhland genannt: "Die gesamte Atmosphäre in Günzburg - mit Tribünen auf beiden Seiten, den starken Gegnern und den lautstarken Fans - war einfach nur beeindruckend. Schade, dass wir uns nicht für das Halbfinale qualifizieren konnten, aber wir besaßen keinerlei Vorbereitung auf diese Endrunde, dafür mehrere angeschlagene Akteure - und dann hat es auf diesem hohen Niveau eben nicht mehr ganz für uns gereicht", so der 30-jährige Keeper.

Für ihn persönlich bedeuteten die Partien in Günzburg seine ersten Auftritte im FCE-Trikot, nachdem er erst vor Kurzem vom SV Grasheim zu den Schwarzweißen gewechselt war. "Das war ein toller Anfang, der mir riesig Spaß gemacht - zumal das auch meine ersten Erfahrungen mit Futsal waren", erzählt der einstige Steingriffer. Und schmunzelnd fügt er hinzu: "Wer weiß, vielleicht lässt sich so eine schwäbische Endrunde mit dem FCE ja im nächsten Jahr wiederholen."

Roland Kaufmann
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