Montag, 10. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Timothy Spatschek pendelt inzwischen aus Würzburg zu den Green Devils

250 Kilometer fürs gute Gefühl

Schrobenhausen
erstellt am 07.12.2018 um 17:15 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 01:22 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Beim ersten Heimspiel nach seiner Rückkehr siegten die Green Devils gegen den Tabellenzweiten. An diesem Samstagabend (19.30 Uhr) kommt zum letzten Heimmatch 2018 zwar ein noch größeres Kaliber nach Schrobenhausen. Timothy Spatschek ist dennoch überzeugt davon, dass auch diese Saison noch gut enden könnte.
Textgröße
Drucken
Ein gutes Gefühl hat Timothy Spatschek (links) wieder, seit er zu den Green Devils zurückgekehrt ist. Noch besser wäre das Gefühl freilich nach einem Sensationssieg gegen Nördlingen.
Ein gutes Gefühl hat Timothy Spatschek (links) wieder, seit er zu den Green Devils zurückgekehrt ist. Noch besser wäre das Gefühl freilich nach einem Sensationssieg gegen Nördlingen.
M. Schalk
Schrobenhausen
Natürlich hat sich nicht viel verändert bei den Green Devils, seit sich Timothy Spatschek mal kurz verabschiedet hatte, außer vielleicht, "dass es in dieser Saison noch ein bisschen enger wird mit dem Klassenerhalt", sagt der 20-Jährige mit einem Schmunzeln. Davon abgehalten, wieder zu den Schrobenhausenern zurückzukehren, hat Spatschek diese Aussicht nicht. "Ich habe meine Entscheidung noch keine Sekunde bereut", sagt er.

Rückblick: Im April 2018 hatte sich das große Talent beim letzten Saisonspiel gegen die Dachau Spurs zwar mit einer Heimniederlage, aber dafür mit dem sicheren Klassenerhalt von den Green Devils verabschiedet. Das Studium in Würzburg und regelmäßige Einsätze (plus Trainingseinheiten) für die SSV-Basketballer schienen ganz einfach nicht vereinbar. "Ich wollte, verbunden mit dem Umzug nach Würzburg, außerdem etwas Neues ausprobieren", sagt Spatschek, der deshalb kurzzeitig für die TG Würzburg II in der Bayernliga Nord auf Punktejagd ging (fünf Spiele, knapp sieben Punkte im Schnitt). "So richtig", sagt Spatschek, "hat es vom Gefühl her aber nicht gepasst." Und so erinnerte sich der 20-Jährige wie so viele vor ihm eben gerne wieder an das gute Green-Devils-Gefühl zurück.

Seitdem pendelt Spatschek nun jede Woche mit dem Zug aus Würzburg nach Schrobenhausen. Knapp 250 Kilometer einfach, um mit seinem Team den Klassenerhalt zu erreichen. "Ich schaffe es immer, dass ich die Trainingseinheit am Freitagabend noch mitmachen kann", erzählt er. Die Spiele am Wochenende seien sowieso kein Problem. Am Sonntag geht es zurück nach Unterfranken. "Das ist es wert", sagt Spatschek. Vor allem nach Erlebnissen wie bei seinem ersten Heimspiel nach der Rückkehr, als die Green Devils in einer begeisternden Atmosphäre den Tabellenzweiten München Basket mit 70:61 besiegten. Der Dreier-Experte steuerte zwölf Punkte dabei, was ziemlich genau dem Punkteschnitt (11,5) seit seiner Rückkehr entspricht.

Am Samstagabend kommt nun zu Spatscheks zweitem Heimspiel wieder ein Tabellenzweiter, allerdings - was den Kader betrifft - das aktuell vielleicht größte Kaliber in der 2. Regionalliga Süd. "Das wird schon heftig", sagt Spatschek, fügt aber an: "Wir haben ja schon gegen München gezeigt, dass wir auch gegen Top-Teams mithalten können." Im Prinzip könne sein Team ganz befreit aufspielen. "Wir haben nichts zu verlieren und wollen Nördlingen natürlich so lange es geht ärgern."

Fest eingeplant sind die Punkte natürlich nicht. Zumal die Green Devils ja weiterhin mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen haben. Die jüngste Hiobsbotschaft: Die Patellasehne von Uli Steiner, der nach mehrmonatiger Pause wegen derselben Verletzung erst vor kurzem wieder ins Training eingestiegen war, ist erneut angerissen. Auch Simon Koch ist nach seiner Schulterverletzung noch nicht (wie erhofft) einsatzfähig. Dagegen wird Routinier Thomas Assenbrunner gegen Nördlingen aushelfen.

"Wenn wir dann nach der Winterpause hoffentlich wieder komplett sind", sagt Spatschek, "glaube ich schon, dass wir noch einige Spiele gewinnen werden und die Saison doch noch ganz gut enden könnte." Spätestens dann hätte sich die Pendelei von Würzburg nach Schrobenhausen für den Rückkehrer so richtig gelohnt.
 
Matthias Vogt
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!