Mittwoch, 18. Juli 2018
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Letzter Bezirksliga-Spieltag: Mit einem Punkt bei der SpVgg Lam wäre der TSV Dietfurt sicher gerettet

Klassenerhalt als Abschiedsgeschenk?

Dietfurt
erstellt am 17.05.2018 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 02.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Dietfurt (DK) Ein Punktspiel wird Christian Scheuerer noch den TSV Dietfurt als verantwortlicher Trainer in der Bezirksliga Oberpfalz Süd coachen. Diese letzte Begegnung der Saison wird für die Sieben-Täler-Elf gegen die SpVgg Lam am Samstag um 16 Uhr noch einmal nervenaufreibend werden. Der Klassenerhalt ist noch immer nicht in trockenen Tüchern.
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Abschied: Dietfurts Abteilungsleiter Michael Weigl (l.) und Abteilungsleiter Matthias Staudigl (r.) bedankten sich vor dem letzten Heimspiel des TSV bei dem langjährigen Torjäger Andreas Schneider (2.v.l) und Trainer Christian Scheuerer, die den Verein verlassen.
Abschied: Dietfurts Abteilungsleiter Michael Weigl (l.) und Abteilungsleiter Matthias Staudigl (r.) bedankten sich vor dem letzten Heimspiel des TSV bei dem langjährigen Torjäger Andreas Schneider (2.v.l) und Trainer Christian Scheuerer, die den Verein verlassen.
Foto: Bachhuber
Dietfurt
Durch das Tor von Matthias Vogl vom FC Ränkam in der Nachspielzeit des vergangenen Spieltags gegen den 1. FC Beilngries wurde nicht nur ein endgültiger Haken hinter den Abstieg der Beilngrieser gemacht, sondern auch die Leidenszeit in Dietfurt verlängert. Dabei wollte man es beim TSV in dieser Saison eigentlich vermeiden, bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zu zittern. Doch genau das ist nun erneut eingetreten und der Rechenschieber wird benötigt. Da der direkte Vergleich bei Punktgleichstand gewertet wird, hätte die Scheuerer-Truppe (zwölfter Platz, 34 Punkte) bei Zählergleichstand mit Ränkam auf dem Relegationsplatz 13 (31 Punkte) und dem FC Jura (11. Platz, 34 Punkte) das Nachsehen und würde in diesem Fall auf den Relegationsrang abrutschen. Das direkte Duell gegen Ränkam wurde mit 1:6 und 1:2 verloren. Das Hinspiel gegen Jura endete 2:0 für Jura und im Rückspiel siegte Dietfurt mit 3:1. Da in diesem Fall das geschossene Auswärtstor zählt, ist die Scheuerer-Truppe im Hintertreffen.

Dass im letzten Saisonspiel die Ränkamer auf den 1. FC Miltach treffen, könnte für die Dietfurter von Vorteil sein. Denn Miltach steht mit 30 Zähler einen Punkt hinter Ränkam auf einem Abstiegsplatz. Nur ein Sieg hilft Miltach, das Dietfurt in der Tabelle nicht mehr überholen kann, um den Relegationsrang noch zu erreichen.

Dietfurts Abteilungsleiter Matthias Staudigl ist Zweckoptimist. Dietfurt wird versuchen, "den einen Punkt zu holen", so der Abteilungsleiter, mit dem der TSV definitiv gerettet wäre. Da der Tabellenzwölfte auswärts antritt und der Gegner den dritten Rang sicher hat, hofft Staudigl auf einen Zähler für die Scheuerer-Truppe.

Die Hinrunde lief für Lam besser. Hier sammelte die Truppe von Manfred Stern 34 Punkte. In der Rückrunde ging dem Liga-dritten etwas die Luft aus. Bisher haben die Gastgeber 24 Zähler zustande gebracht, während die Dietfurter auf 19 Punkte kommen. Die Differenz ist - bezogen auf die Rückrunde - auf dem Papier nicht groß. Die Lamer erreichten auf dem eigenen Gelände in dieser Spielzeit 29 Zähler. Die auswärtsstarke Sieben-Täler-Elf, die in der Fremde sieben Siege errang, kommt auf 23 Auswärtspunkte.

"Wir sind voll im Soll", ist Lams Trainer Stern mit der Saison zufrieden und verweist auf das junge Durchschnittsalter seiner Schützlinge mit 21 Jahren. Nach Angaben des SpVgg-Übungsleiters wird seine Elf als beste spielerische Mannschaft der Liga betrachtet, noch vor den beiden Spitzenteams vom VfB Bach und dem TB Roding. "Wir haben die beste Offensivabteilung", nennt Stern einen weiteren Pluspunkt. 89 Torerfolge stehen bereits zu Buche. Christian Mühlbauer (24 Tore), dessen Einsatz wegen einer Leistenverletzung unsicher ist, und Tobias Artmann (21 Treffer) haben zusammen fast so oft ins Schwarze getroffen wie die gesamte Mannschaft des TSV Dietfurt mit 48 Torerfolgen. Ob nun Mühlbauer auf dem Feld stehen wird oder nicht, der heimische Trainer wird offensiv spielen lassen. "Wir haben definitiv keinen Druck", so Stern. Der SpVgg-Coach kennt die ungünstige Ausgangslage für Dietfurt und ist darauf gespannt, wie die Gäste damit umgehen werden. Geschenke werden die Hausherren nicht verteilen.
Gerhard Fanderl
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