Dienstag, 13. November 2018
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FC-Sandersdorf-Trainer Giuseppe Mele ist nach dem 0:4 gegen Hitzhofen enttäuscht von seinem Team

"Ich will endlich Männerfußball sehen"

Sandersdorf
erstellt am 03.09.2018 um 18:42 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Sandersdorf (flh) Für die Fußballer des FC Sandersdorf wird der FC Hitzhofen/Oberzell um Sandersdorfs Ex-Spielertrainer Emin Ismaili zum Schreckgespenst in der Kreisliga 1 Donau/Isar. Die Schambachtaler verloren ihr Heimspiel nach einer indiskutablen ersten Halbzeit mit krassen Abwehrfehlern und einer katastrophalen Chancenverwertung mit 0:4 (0:3).
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Alle gegen Emin Isamili: Der frühere Spielertrainer des FC Sandersdorf hat gegen seinen Ex-Klub erneut getroffen, und das sogar doppelt. Die Sonderbewachung half nicht sonderlich viel. Am Ende stand eine bittere 0:4-Pleite des FC Sandersdorf (in Weiß).
Alle gegen Emin Isamili: Der frühere Spielertrainer des FC Sandersdorf hat gegen seinen Ex-Klub erneut getroffen, und das sogar doppelt. Die Sonderbewachung half nicht sonderlich viel. Am Ende stand eine bittere 0:4-Pleite des FC Sandersdorf (in Weiß).
Halbritter
Sandersdorf
Dabei merkte man den Schützlingen von Giuseppe Mele in den ersten Spielminuten durchaus an, dass sie sich besser präsentieren wollten als in der vergangenen Saison. Damals musste man in den beiden Duellen gegen Hitzhofen/Oberzell stolze acht Gegentreffer hinnehmen, sieben allein von Ex-Profi Ismaili.

Und der zeigte sich gegen seinen alten Verein auch diesmal von seiner gnadenlosen Seite. Obwohl von Sandersdorfs Kapitän Andreas Winkler überall hin verfolgt, gelangen Ismaili zwei Treffer. Beim 1:0 für die Gäste aber war es keine Einzelaktion wie im vergangenen Jahr, sondern eine eklatante Fehlerkette. Im Mittelfeld spielte Michael Sedlmeier einen Fehlpass. Ein zu langer Pass auf Ismaili schien von Florian Amberger eigentlich schon abgelaufen, als dieser auf dem seifigen Rasen ausrutschte und Ismaili den Ball nur noch durch FCS-Torwart Fabian Ferstls Beine schieben musste (13.). Nur vier Minuten später hob Amberger nach einem Steilpass zu Hitzhofens Daniel Grenner das Abseits der Gäste auf. Den Querpass von Grenner schob Christian Redl humorlos zum 2:0 ein (17.).

Mitte der ersten Halbzeit kam der FCS dann besser in die Partie und bekam völlig zurecht einen Strafstoß zugesprochen. Daniel Riedl drang in den Gästestrafraum ein und wurde von Manuel Furino am Fuß getroffen. Co-Trainer Manuel Recum zeigte allerdings Nerven und jagte den Ball mit einem Vollspannschuss weit über die Latte des FC Hitzhofen (27.). Dieser Fehlschuss kann durchaus als die entscheidende Szene des Spiels gesehen werden, denn im direkten Gegenzug erhöhte die Elf von Michael Olah auf 3:0, als sie abermals eine konfuse Abwehraktion des FCS ausnutzte und im zweiten Nachschuss durch Ismaili traf (28.). Nur kurze Zeit später enteilte FCS-Sturmspitze Philipp Pröbstl der Hitzhofener Hintermannschaft, legte sich aber den Ball einen Tick zu weit vor und scheiterte schließlich an Hitzhofens Schlussmann Franz Lindner (31.). Die Schambachtaler wollten nun unbedingt zum Anschlusstreffer kommen, doch Riedls abgefälschter Schuss nach starker Einzelaktion landete an der Latte (37.). Kurz vor dem Pausenpfiff schlenzte Pröbstl nach gewonnenem Solo den Ball aus 14 Metern in die Arme von Lindner.

Mele fand in der Halbzeitpause deutliche Worte: "Wir können gegen solche Gegner verlieren, aber nicht mit dieser Einstellung und diesen Abwehrfehlern. Ich will endlich Männerfußball sehen und das Spiel nicht abschenken", so die Ansprache Meles im Wortlaut. Seinen Spielern war zugute zu halten, dass sie nach der Pause die Zweikämpfe tatsächlich besser annahmen, einzig die Chancenverwertung war weiterhin indiskutabel. In der 48. Minute kam Pröbstl nach einer Ecke frei zum Kopfball, doch der Ball landete wieder in den Armen von Lindner. Nur sieben Minuten später verpasste Sedlmeier am langen Pfosten nach einer Ecke den ersehnten Anschlusstreffer.

Die Daueroffensive der Schambachtaler brachte den Gästen Räume für Konter. Mit dem 4:0 in der 62. Minute war die Partie endgültig entschieden, wiederum unter gütiger Mithilfe der Heimelf. Einen abgelaufenen Ball spielte Winkler zu kurz zu Ferstl, was Norbert Redl ausnutzte. Er konnte Ferstl noch umspielen und den Ball ins leere Tor schieben. In der Schlussphase verpassten es der eingewechselte Tobias Vielberth und Riedl mit ihren Schüssen, noch den Ehrentreffer für den FCS zu erzielen. "Auch, wenn mit Tobias Neumayer und Sandro Rott zwei starke Angreifer fehlten, hatten wir heute genügend Möglichkeiten gegen defensiv schwache Hitzhofener", wollte Mele das Fehlen seines Sturmduos nicht als Entschuldigung sehen.

FC Sandersdorf: F. Ferstl, Winkler, Amberger, Sedlmeier, Detling, Recum, Riedl, Kuttenberger (76. M. Ferstl), Pröbstl, Lintl (46. Vielberth), Scharlach. Tore: 0:1 Ismaili (14.), 0:2 C. Redl (17.), 0:3 Ismaili (28.), 0:4 N. Redl (62.).
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