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Riedenburger Volleyballdamen feiern den Klassenerhalt, jetzt steht aber ein Umbruch an Die zweite Mannschaft bangt um den Aufstieg

Große Freude und ein bisschen Wehmut

Riedenburg
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 29.03.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Riedenburg (swl) Die erste Volleyball-Mannschaft des TV Riedenburg hat ein sehr gelungenes Wochenende hinter sich. Zum Auftakt des Spieltages trat man zu Hause gegen den schon feststehenden Meister der Bezirksliga, den TSV Grafenwöhr, an.
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Riedenburg: Große Freude und ein bisschen Wehmut
In starker Verfassung hat sich die erste Volleyball-Mannschaft aus Riedenburg (in Rot) am Wochenende präsentiert. - Foto: Schwägerl
Riedenburg

Von Beginn an waren beide Mannschaften konzentriert und der Meister startete mit leichtem Vorsprung in den ersten Satz. In dem Bewusstsein, noch einen Punkt zum Klassenerhalt zu benötigen, kämpften die Riedenburger Damen um jeden Ball und konnten erstmals beim Stand von 19:19 ausgleichen. Vor allem die ruhige und sehr konzentrierte Spielweise der Altmühltalerinnen, die jede Chance in Angriff und Block konsequent nutzten, wurde mit dem 25:21-Satzgewinn belohnt. Der zweite Durchgang verlief ähnlich. Diesmal hatten aber die Gastgeberinnen immer einen kleinen Vorsprung. Vor allem die druckvollen Aufschläge aller sechs auf dem Feld stehenden Riedenburger Spielerinnen zwangen den Aufsteiger in die Landesliga immer wieder zu Fehlern und ließen keinen effektiven Spielaufbau zu, so dass auch der zweite Satz mit 25:23 an den TV ging. Im dritten Satz führten die Altmühltalerinnen bereits mit 8:4, aber Grafenwöhr gab nicht auf, glich zum 14:14 aus und konnte sogar mit 18:15 in Führung gehen. Nach den beiden gewonnenen Sätzen, die den sicheren Klassenerhalt bedeuteten, wollten die TV-Damen jetzt aber auch den Sieg gegen den Meister. Paula Mayer und Melanie Michel behielten in dieser Situation die Nerven und servierten bis zur 20:18- und 23:20-Führung. Zwei tolle Blockaktionen von Sandra Schwägerl und Teresa Leipold sorgten für den 25:21-Endstand und damit für den vor allem in dieser Höhe doch überraschenden 3:0-Erfolg.

Im zweiten Spiel ging es für den FC Miltach um den Klassenerhalt. Nur ein Sieg, entweder gegen den TV oder Grafenwöhr, würde für die Bayerwäldler reichen, so die Ausgangslage. Die Riedenburgerinnen wollten sich ihrerseits im letzten Spiel der Saison und vor allem im letzten Spiel in dieser Formation unbedingt mit einem Sieg verabschieden. Bereits in der Jugend und später im Erwachsenenbereich spielten die jungen Damen fast unverändert teilweise über zehn Jahre zusammen und reisten dabei quer durch Bayern.

Es entwickelte sich ein sehr spannendes und emotionales Spiel. Ebenso konzentriert und engagiert wie im ersten Spiel gelang es den Damen, die ersten beiden Sätze für sich zu entscheiden. Erst im dritten Satz, nachdem Trainer Peter Schwägerl zur zweiten Mannschaft nachgereist war, um auch diese zu unterstützen, zog ein wenig der Schlendrian in das Spiel des TV ein. Dieser wurde auch prompt mit dem 18:25-Satzverlust bestraft. Der FC witterte jetzt seine Chance und kämpfte um jeden Ball. Die Riedenburgerinnen fanden nicht mehr zur Sicherheit der ersten beiden Sätze zurück, am Ende reichte es aber zu einem sehr knappen und etwas glücklichen 25:23- und damit 3:1-Sieg. Mit diesen beiden Erfolgen beenden die Riedenburgerinnen ihre erste Bezirksligasaison auf einem sehr beachtlichen vierten Platz.

In dieser Zusammensetzung wird die erste Mannschaft wohl nicht mehr antreten, am Ende flossen daher auch einige Tränen. Trainer Schwägerl hofft, dass zumindest ein Teil des Teams weitermacht, um auch in der kommenden Saison ein konkurrenzfähiges Team in der Bezirksliga stellen zu können. Interessierte Spielerinnen und auch Neueinsteigerinnen sind beim Training am Freitag um 19 Uhr in der Realschulhalle willkommen. Informationen gibt es im Internet unter www.riedenburgvolleyball.de.

Bei der zweiten Garnitur lief es in Hohenfels vom Ergebnis her diesmal nicht ganz so erfolgreich. Hier war die Vorgabe eigentlich, den Aufstieg perfekt zu machen. Im ersten Spiel gegen den VC Hohenfels-Parsberg lief auch noch alles nach Plan. Zwar war die junge Truppe mit dem Kopf wohl schon beim entscheidenden Spiel gegen den Mitaufstiegskonkurrenten Neutraubling und agierte daher phasenweise sehr unkonzentriert. Dennoch gelang es den TV-Spielerinnen, die Partie mit 25:21, 25:19, 25:15 und damit 3:0 für sich zu entscheiden. Großen Anteil am Erfolg hatten die beiden Außenangreiferinnen Susi Pollinger und Theresa Frommelt, die von Zuspielerin Selina Girtner immer wieder gut in Szene gesetzt wurden.

Nun kam es zum entscheidenden Spiel gegen den TSV Neutraubling, der seine erste Begegnung ebenfalls mit 3:0 gewonnen hatte. Die Neutraublingerinnen hatten wohl mächtig Bammel vor den Riedenburgerinnen. Nur eine Spielerin, die bislang in der laufenden Saison eingesetzt worden war, stand gegen Riedenburg auf dem Feld. Gleich vier ehemalige Bayernliga- und Landesligaspielerinnen hatten die Regensburger Vorstädterinnen stattdessen reaktiviert. Entsprechend hoch war der Druck durch die Aufschläge auf die jungen Riedenburgerinnen. Trotzdem hielten sich Letztere gut. Vor allem im zweiten Satz konterten sie ihrerseits mit starken Aufschlägen und zwangen sogar die Ex Bayernligaspielerinnen zu direkten Fehlern. Auch im Block überzeugten die TV-Mädchen und erzielten den einen oder anderen sehenswerten Punkt. Letztendlich setzte sich beim 25:11, 25:19 und 25:15 aber doch die größere Erfahrung und Klasse der Neutraublingerinnen durch. "Ich hätte es den Mädchen heute so gegönnt. Sie haben bis zum Schluss um jeden Ball gekämpft. Ob das, was Neutraubling hier heute veranstaltet hat, sinnvoll war oder nicht, wird sich kommende Saison in der Kreisliga zeigen, wenn dann die Mädchen spielen, die heute nicht spielen durften", meinte Schwägerl. Seine Truppe hat am 14. April vor heimischem Publikum im Relegationsturnier noch einmal die Chance, in die Kreisliga aufzusteigen.

Von Peter Schwägerl
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