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Alexander Pfindel verlässt den TSV Dietfurt - Trainerduo will in der neuen Saison weitermachen

Das Sieben-Spiele-Intermezzo

Dietfurt
erstellt am 11.01.2019 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 10:49 Uhr | x gelesen
Dietfurt (DK) Als der TSV Dietfurt im Sommer mit Alexander Pfindel einen Spieler mit Bayernliga-Erfahrung verpflichtet hat, ist das in der Kreisliga 2 Regensburg als bemerkenswerter Transfer wahrgenommen worden. Nach nur sieben Spielen ist dieses Kapitel allerdings schon wieder vorbei. Trainer und Co-Trainer wollen dagegen über die aktuelle Saison hinaus bleiben.
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Schon wieder ein Bild für das Archiv: Alexander Pfindel in den Farben des TSV Dietfurt.
Schon wieder ein Bild für das Archiv: Alexander Pfindel in den Farben des TSV Dietfurt.
Bachhuber
Dietfurt
Schon traditionell stellen die Fußballer des TSV Dietfurt um den Jahreswechsel herum die Weichen für die kommende Saison. Das ist auch in diesem Jahr wieder eine knifflige Aufgabe, ist doch Stand jetzt noch nicht abzusehen, ob die Sieben-Täler-Städter in der kommenden Saison in der Kreisliga oder in der Bezirksliga an den Start gehen werden. Nachdem es für den TSV zwischenzeitlich schon nach einem ungefährdeten direkten Wiederaufstieg aussah, ging das Team von Trainer Stefan Weber schließlich auf Relegationsplatz zwei in die Winterpause - allerdings mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer ATSV Pirkensee-Ponholz.

Garantiert nicht mehr dabei sein wird in der neuen Saison Alexander Pfindel, der erst Anfang September vom Bayernligisten ASV Neumarkt nach Dietfurt gewechselt war und damit Trainer Weber und Co-Trainer Dieter Fink folgte. Nach nur sieben Einsätzen (1 Tor, 3 Vorlagen) ist Pfindels Zeit beim TSV schon wieder vorbei. Was von Außen ungewöhnlich wirkt, kam für die Dietfurter Verantwortlichen allerdings wenig überraschend. "Er will beruflich dieses Jahr voll durchstarten, deshalb hat er sich nach Rücksprache mit mir zu diesem Schritt entschieden", erklärte Dietfurts Abteilungsleiter Matthias Staudigl.

Bereits im vergangenen Sommer, so ist es bei Staudigl und auch Coach Weber herauszuhören, hatte es einige Überzeugungsarbeit gebraucht, um Pfindel von Neumarkt nach Dietfurt zu lotsen. "Er hat das eher als Gefallen für das Trainerduo getan", macht Staudigl deutlich. Und auch innerhalb der Mannschaft scheint die Rolle des früheren Bayernliga-Spielers nicht unumstritten gewesen zu sein, oder wie es Abteilungsleiter Staudigl formuliert: "Er war beruflich in den vergangenen Monaten schon sehr eingespannt und deshalb sehr wenig im Training. Das war der Mannschaft schwer erklärbar." In die Restrückrunde starten die Dietfurter also ohne ihren prominenten Sommer-Neuzugang, auf dem Transfermarkt wollen sie im Winter dennoch nicht aktiv werden. "Ich bin kein Freund von Verpflichtungen im Winter", macht Trainer Weber deutlich. Außerdem stehen dem TSV im März einige wichtige Langzeitverletzte - unter anderem Kapitän Tobias Schweiger - wieder zur Verfügung.

In Sachen Zukunft des Trainerduos Weber/Fink herrscht in Dietfurt Einigkeit. Abteilungsleiter Staudigl stellt fest: "Wir haben mit den Trainern von Anfang an für mehrere Jahre geplant und das ist auch weiterhin so. Sie sind voller Ideen und Tatendrang und wollen unseren Verein voranbringen." Die Aussagen von Trainer Weber gehen in dieselbe Richtung: "Dietfurt ist ein sehr gut geführter Verein und das Trainerteam macht auch in der neuen Saison weiter. Das ist auch ein Zeichen, dass wir hinter dem Konzept stehen."

Insgesamt, so Weber, sei er mit seinen ersten Monaten beim TSV zufrieden, auch wenn das Team vor der Winterpause ein paar Punkte liegengelassen habe. Auch wenn es im Winter keine Neuzugänge geben soll, kann man beim TSV im Training neue Gesichter - aus der eigenen Jugend und auch von anderen Vereinen - erblicken, denn Dietfurts Planungen für die kommende Saison laufen bereits.

In welcher Liga der TSV im Sommer spielen wird, dürfte Ende Mai feststehen. Wie Trainer Weber das sieht, daraus macht er inzwischen kein Geheimnis mehr: "Der Verein gehört in die Bezirksliga, die Frage ist nur, wann das wieder passiert. Es wäre Tiefstapelei, zu sagen, wir wollen nicht aufsteigen. Aber wenn es dieses Jahr nicht funktioniert, dann probieren wir es eben nächstes Jahr wieder."

Auch wenn Dietfurt bei noch acht ausstehenden Partien auf Platz drei (TV Riedenburg) und Rang vier (SpVgg Ramspau) schon sieben beziehungsweise zehn Punkte Vorsprung hat, rechnet Weber bis zum Schluss mit einem spannenden Drei- bis Fünfkampf.
 
Philipp Zimmermann
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