Dienstag, 20. November 2018
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Maximilian Sedlmeier, Vorsitzender des TV Riedenburg, zieht im Gespräch ein Zwischenfazit

"Bezirksliga käme für das Team zu früh"

Riedenburg
erstellt am 07.11.2018 um 18:23 Uhr
aktualisiert am 16.11.2018 um 17:45 Uhr | x gelesen
Riedenburg (DK) 16 Spiele, 31 Punkte, Platz 3. Die bisherige Bilanz des TV Riedenburg in der Kreisliga 2 Regensburg liest sich ordentlich. Bei einem Spiel weniger als der zweitplatzierte ATSV Pirkensee-Ponholz ist der Relegationsrang allerdings schon acht Punkte entfernt. Trotzdem insgesamt zufrieden zeigt sich der Vorsitzende Maximilian Sedlmeier vor der Partie bei der SpVgg Ramspau (Sonntag, 14.15 Uhr) im Interview.
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Einer der erfahreneren Spieler beim TV Riedenburg ist Michael Wittmann (links). Um ihn herum gesellen sich in dieser Saison aber auch viele jungen Akteure aus der eigenen Jugend.
Einer der erfahreneren Spieler beim TV Riedenburg ist Michael Wittmann (links). Um ihn herum gesellen sich in dieser Saison aber auch viele jungen Akteure aus der eigenen Jugend.
TV Riedenburg
Riedenburg
Herr Sedlmeier, ist der aktuelle dritte Tabellenplatz eine Momentaufnahme, über die sich der TV-Vorsitzende freuen kann?

Maximilian Sedlmeier: Ich finde sogar, wir sind voll im Soll. Dass sich das Thema Aufstieg schwierig gestalten würde, war uns klar. Wenn es am Ende Platz drei bleibt, dann wäre das optimal. Wir haben eine immer noch sehr junge Mannschaft und nächstes Jahr kommt wieder ein ganzer Schwung junger Spieler nach. Diese Liga macht uns Spaß, es gibt ja fast jede Woche ein Derby.

Nach der Hinrunde, in der in 13 Spielen 28 Punkte gelangen, waren die Aufstiegsplätze allerdings zum Greifen nahe. Wäre nicht doch mehr möglich mit diesem Team?

Sedlmeier: Es stimmt, zwischendurch hat es nach mehr ausgesehen. Und auch die Spiele, die wir in der Hinrunde verloren haben, hätten anders ausgehen können. Vor allem die Niederlage gegen Dietfurt wurmt uns immer noch. Dann gab es kürzlich den Durchhänger mit drei Niederlagen in Folge. Da hat uns wieder unser bekanntes Problem eingeholt, dass wir es mit diesem Kader nicht so einfach kompensieren können, wenn ein paar Spieler angeschlagen sind.

Das aktuelle Riedenburger Torverhältnis ist wieder einmal bemerkenswert. Der TV hat den besten Sturm, bekommt aber im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel. Die Defensive scheint seit Jahren eine Riedenburger Dauerbaustelle zu sein.

Sedlmeier: Wir haben mit dem neuen Stammtorwart Roland Weigl und Jonathan Dachs seit dieser Saison zwei sehr junge Schlussmänner im Kader, die sehr gute Leistungen zeigen. Was derzeit in der Defensive noch ein wenig fehlt, ist die Abstimmung. Wir machen viele kleine Fehler. Aber wir wollen ja die jungen Spieler - nicht nur im Tor - bewusst in die Mannschaft einbauen. Sie bekommen von uns auch keinen Druck. Das Tempo im Herrenbereich ist ein anderes als in der Jugend, da braucht der eine oder andere vielleicht noch ein bisschen Zeit. Natürlich ist das bei uns auffällig: Wir müssen vorne treffen, weil wir hinten ziemlich löchrig sind. Aber das geht auch meistens auf, ich denke man kann schon sagen, dass wir personell die klar beste Offensive der Liga haben.

Der Aufstieg ist in dieser Saison also kein Thema mehr?

Sedlmeier: Ich glaube, dass die Bezirksliga für dieses Team zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh käme. Wenn allerdings eines der beiden Teams auf Platz eins und zwei noch einmal schwächeln sollte, sind wir bestimmt nicht abgeneigt, noch einmal anzugreifen. Eine Relegation ist ein unglaubliches Erlebnis, bei dem Massen von Zuschauern mobilisiert werden. Ich würde mich freuen, wenn diese Mannschaft das einmal erleben könnte.

Vor der Winterpause geht es am Sonntag noch zum Tabellennachbarn Ramspau und eine Woche später zum zuletzt abgesagten Derby in Dietfurt. Was erwarten Sie von diesen beiden Spielen?

Sedlmeier: Ramspau ist sicher die Überraschungsmannschaft der Saison. Viele hatten sie als Abstiegskandidaten auf dem Zettel. Die Ostermayr-Brüder treffen dort momentan nach Belieben. Und mit Rupert Stollner haben sie eine zentrale Anlaufstelle mit langjähriger höherklassiger Erfahrung, der natürlich eine gewisse Qualität mitbringt. Trotzdem wollen wir dort gewinnen und das sollte auch möglich sein, wenn wir unsere Chancen besser nutzen als zuletzt.



Und gegen Dietfurt eine Woche später?

Sedlmeier: Da sind wir sicher noch einmal sehr ehrgeizig und motiviert, da wir dort seit Jahrzehnten nicht mehr gewonnen haben. Ein Sieg in Dietfurt wäre der perfekte Abschluss vor der Winterpause.

Das Gespräch führte

Philipp Zimmermann.
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