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Roland Reichel über seinen Job als Interimstrainer der Ingolstädter U 21 und Leitls mögliche Rückkehr

"Wünsche Stefan nur das Beste"

Ingolstadt
erstellt am 29.08.2017 um 19:19 Uhr
aktualisiert am 14.09.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (PK) Vergangene Woche trennte sich der FC Ingolstadt von Trainer Maik Walpurgis. Eine Entscheidung, die nicht nur die Profis der Schanzer nachhaltig beeinflusste. Da Stefan Leitl die Mannschaft vorerst interimsweise übernahm, stand die U 21 plötzlich ohne Trainer da.
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Ingolstadt: "Wünsche Stefan nur das Beste"
Hat alles im Blick: Roland Reichel hat den Weg vieler aktueller U 21-Spieler des FC Ingolstadt schon seit Jahren begleitet. - Foto: Imago
Ingolstadt

Als kurzfristigen Nachfolger präsentierte der Verein den Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Roland Reichel. Im ersten Spiel unter dem Interimstrainer gab es für die Ingolstädter U 21 am Wochenende ein 1:1-Unentschieden gegen den SV Schalding-Heining. Mit unserer Zeitung sprach Reichel über den Trainertausch und seine aktuelle Situation.

 

Herr Reichel, Sie besitzen ebenso wie Stefan Leitl die Fußballlehrer-Lizenz. Wann waren Sie zuletzt als Trainer tätig?

Roland Reichel: Nach Tomislav Stipics Abgang übernahm ich die Zweite Mannschaft 2014 ebenfalls interimsweise. Da saß ich zum letzten Mal auf der Trainerbank. Ansonsten war ich jahrelang als Verbandstrainer für den BFV tätig und habe dort Auswahlmannschaften trainiert.

 

War es sofort klar, dass Sie in die Bresche springen?

Reichel: Nein, das war nicht selbstverständlich. Es gab auch noch andere Ideen, wie wir die Position besetzen könnten. Letztendlich fiel die Wahl auf mich, und so bin ich vorübergehend für den Trainingsbetrieb und die Spiele der Zweiten Mannschaft zuständig.

 

Warum fiel die Wahl auf Sie?

Reichel: Trotz der verschiedenen Gedankenspiele lag es nahe, dass ich mich um die Jungs kümmere. Ich kenne jede unserer Jugendmannschaften. Vor allem die rundum erneuerte U 21 besteht zu großen Teilen aus Spielern, die ich jahrelang begleitet habe. Somit fiel mir der Zugang zum Team sehr leicht und wir hatten keine Startschwierigkeiten.

 

Wie liefen die ersten Trainingseinheiten ab?

Reichel: Sehr gut. Ich habe schon einen guten Eindruck von der Truppe erhalten. Dazu kommt auch, dass ich auch schon vorher fast jeden Tag auf dem Platz war und bis auf ein Spiel alle Partien in der Regionalliga gesehen habe.

 

Werden Sie auch das System von Stefan Leitl übernehmen?

Reichel: Das weiß ich noch nicht. Wir haben im Verein aber ohnehin eine Philosophie, die breitgefächert ist und sich in jeder Altersstufe widerspiegelt. Dazu kommt, dass ich in enger Absprache mit Stefan und Ersin Demir stand, sodass wir das Optimum aus der Mannschaft herausholen können.

 

Wie hat die Mannschaft den Trainerwechsel aufgenommen?

Reichel: Stefan, Ersin und ich haben mit den Jungs gesprochen. Dabei hat Stefan das Wort ergriffen und den Jungs klargemacht, dass es kaum eine bessere Situation für einen Spieler aus einer Zweiten Mannschaft geben kann. Stefan kennt das Team bestens. Er weiß genau, wo die Stärken und Schwächen der Spieler liegen. Die Chance, in die erste Mannschaft zu rutschen, ist jetzt definitiv am größten.

 

Und wie lief der Übergang für Sie? Können Sie sich überhaupt ausreichend auf Ihre beiden Aufgaben konzentrieren?

Reichel: Die Situation ist auf jeden Fall anspruchsvoll. Man kann nicht bei zwei Sachen gleichzeitig hundert Prozent geben. Der Fokus liegt jetzt aber natürlich auf der U 21.

 

Wie lange werden Sie an der Seitenlinie stehen?

Reichel: Das hängt weniger von mir ab. Man muss sehen, wie es Stefan in der ersten Mannschaft ergeht. Wenn sich abzeichnet, dass er dort länger bleiben kann, werden wir uns konkret um einen Nachfolger bemühen. Ich wünsche Stefan auf jeden Fall nur das Beste. Er als Ur-Schanzer wäre perfekt für diesen Job.

 

Das Gespräch führte Johannes Nusko.

Pfaffenhofener Kurier
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