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Abteilungsleiter Alexander Dost sieht Team des Eishockey-Landesligisten in der Bringschuld - Trainer steht nicht zur Debatte

Unzufriedenheit beim EC Pfaffenhofen: "Das ist zu wenig"

Pfaffenhofen
erstellt am 06.12.2018 um 11:36 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 13:02 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) So richtig rund läuft es beim EC Pfaffenhofen in der Eishockey-Landesliga nicht. Nach dem Abstieg aus der Bayernliga und dem anschließenden Umbruch peilt der ECP eigentlich den Wiederaufstieg an. Aktuell stehen die IceHogs auf Rang fünf, der noch zur Qualifikation an der Verzahnungsrunde berechtigt. Allerdings ist es enger als erhofft, die Mannschaft kassierte in zwölf Partien schon fünf Pleiten. Mit dem Spiel am Freitagabend gegen den EV Moosburg beginnt die entscheidende Phase. Abteilungsleiter Alexander Dost geht im Interview hart mit dem Team ins Gericht und stellt personelle Veränderungen in Aussicht. Trainer Chris Heid steht aber nicht zur Diskussion.
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Unzufrieden: Alexander Dost ärgert sich über Unkonzentriertheiten der IceHogs.
Unzufrieden: Alexander Dost ärgert sich über Unkonzentriertheiten der IceHogs.
Stolle
Pfaffenhofen
Herr Dost, wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison?
Alexander Dost: Im Nachwuchsbereich läuft es durchaus gut, die Coaches um den neuen Nachwuchstrainer Steve Pepin sowie Thomas Tritzl und Markus Wolf leisten gute Arbeit. Von der U9 bis zur U13 war es ein guter Start, in der U15 merkt man einfach unsere vielen Abgänge. In der U17 stehen wir ein wenig hinter den Erwartungen, in der U20 sind wir gut dabei. Das ist wichtig, wir wollen viel im Nachwuchs machen.

Und die Erste Mannschaft?
Dost: Viele Spieler denken, es ist einfach in der Landesliga. Aber das ist es nicht. Das sollten wir nun gemerkt haben. Auch hier muss man als Team 60 Minuten lang konzentriert spielen. Ansonsten verlierst du auch gegen vermeintlich schwächere Gegner. Es ist jetzt mehrmals passiert, dass wir eine Führung einfach so aus der Hand geben. Das darf nicht passieren. Das müssen wir alle verinnerlichen. Die Teams können eben auch Eishockey spielen.

Ist das ein bisschen der Übermut eines Absteigers?
Dost: Nein, das hat damit nichts zu tun. Es ist eine Sache der Konzentration, dass ich die Spiele einfach auch zu Ende bringen und gewinnen will.

Der direkte Wiederaufstieg war ja angepeilt. In der Hauptrunde muss man dazu unter die ersten Fünf kommen. Aktuell würde es dafür gerade noch reichen.
Dost: Das bleibt auch das Ziel, davon weichen wir nicht ab. Wir wollen unter die Top Fünf, das ist auch absolut machbar. Aber wir haben jetzt noch acht Spiele, es geht in die entscheidende Phase.

Was muss sich auf dem Eis verbessern?

Dost: Wir schießen zu wenig Tore. Im Schnitt schießen wir genau vier Tore pro Spiel. Das ist zu wenig. Das geht nicht. Mit unserer individuellen Qualität muss da einfach mehr rausspringen. Wir sehen uns deswegen auch um.

Es gibt also Neuzugänge?
Dost: Wir sind auf der Suche, vermehrt im Sturm. Wir wollen etwas tun. Natürlich gestaltet sich das aber nicht einfach. Die Spieler, die wir im Auge haben, sind alle unter Vertrag. Ich hoffe, das sich im Januar etwas tut.

Das heißt, Trainer Chris Heid steht nicht zur Diskussion?

Dost: Richtig. Chris macht einen absolut guten Job, wir werden ihn in keinster Weise in Frage stellen. Wir werden nicht an diesem Rädchen drehen, sondern am größeren Rad. Das ist auch mit dem Vorstand so abgesprochen. Er genießt das vollste Vertrauen von allen im Verein. Chris arbeitet fleißig, ist sehr akribisch. Die Spieler können sich, was die Vorbereitung auf die Spiele angeht, schon auch eine Scheibe von ihm abschneiden.

Das Gespräch

führte Kevin Reichelt.


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